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NRW gibt Geld für Bronzestatue: Der „Walk of Fame“ in Beuel erhält Zuwachs

NRW gibt Geld für Bronzestatue : Der „Walk of Fame“ in Beuel erhält Zuwachs

Das Land NRW fördert ein Brauchtumsprojekt des Beueler Schiffer-Vereins namens „Beueler Familie“ mit 40.000 Euro. Die Bronzestatue soll im nächsten Jahr nördlich des Nepomuk-Denkmals am Rheinufer platziert werden.

Die „Hall of Fame“ am Beueler Rheinufer erhält bald Zuwachs: In die Bronzetafeln in der Basaltmauer, die an Brauchtümer auf der Schäl Sick erinnern, reiht sich 2022 ein weiteres Objekt ein. Und zwar die Statue „Beueler Familie“.

Jan Heinisch, Staatssekretär im Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes NRW, hat jetzt Beuels Bürgermeisterin Lara Mohn stellvertretend für die Bundesstadt Bonn den Förderbescheid über 40.000 Euro zur Finanzierung des vom Schiffer-Verein Beuel 1862 initiierten Projektes überreicht.

Damit ist die Finanzierung der insgesamt 88.000 Euro teuren Skulptur gesichert. Land und Schiffer-Verein zahlen jeweils 40.000 Euro und der Stadtbezirk Beuel gibt 8000 Euro dazu. Künstlerin Sigrid Wenzel aus dem Siebengebirge kann nun das Kunstwerk zum Abschluss bringen. „Damit endet ein langer und sorgenvoller Weg bezüglich des Geldes. Wir sind als Verein sehr dankbar, dass das Land unser Projekt in die Heimatförderung mit aufgenommen hat“, erklärte Reiner Burgunder, Vorsitzender des Schiffer-Vereins.

Bezirksbürgermeisterin Mohn reichte den Bewilligungsbescheid an die beiden Vorstandsmitglieder Claus Werner Müller und Burgunder weiter und sagte: „Solche Kunstwerke wirken identitätsstiftend und verbinden die Beueler miteinander. Ich freue mich auf diesen attraktiven Hingucker.“

Burgunder geht so gar davon aus, dass die Skulptur ein beliebtes Fotomotiv für Beueler und Touristen gleichermaßen wird. Das liege zum einen am Standort direkt neben dem Nepomuk-Denkmal und zum anderen, weil man sich neben die lebensgroßen Figuren setzen kann. Es gibt nämlich eine Planänderung: Statt auf einer Bank sollen die Figuren auf der kleinen Basaltmauer in Höhe von Rheinkilometer 654 sitzen. Die Details werden derzeit mit der Stadt Bonn abgesprochen.

Der Schiffer-Verein hatte die Projektidee vor zwei Jahren entwickelt, die erforderlichen Gespräche mit der Künstlerin und anderen Beteiligten geführt und ist für die Errichtung, Wartung und Pflege der Bronzestatue verantwortlich. Auf die Bundesstadt Bonn kommen keine Folgekosten zu.

Figuren vertreten die wichtigsten Berufe am Rhein im 19. Jahrhundert

Der Vorstand des Schiffer-Vereins hatte sich jahrelang mit der Idee beschäftigt, der „Beueler Familie“ ein Denkmal zu setzen. Die Statue wird am Beueler Rheinufer errichtet, um sie der Bevölkerung zugänglich zu machen. Die Figuren stellen einen Schiffer, eine Wäscherin und einen Fischer dar. Sie vertreten die wichtigsten Berufe am Rhein im 19. Jahrhundert. Komplettiert wird die Skulptur durch einen Hund und einen Karren.

 Diese Darstellung aus Gips ist ein Modell für die Herstellung der „Beueler Familie“ aus Bronze.
Diese Darstellung aus Gips ist ein Modell für die Herstellung der „Beueler Familie“ aus Bronze. Foto: Matthias Kehrein

CDU-Landtagsabgeordneter Guido Déus, der bis 2020 Bezirksbürgermeister in Beuel war, hatte sich in Düsseldorf für die Beueler Heimatförderung besonders eingesetzt: „Ich freue mich sehr, dass das große ehrenamtliche Engagement des Beueler Schiffer-Vereins für unsere Heimat und das soziale Miteinander mit einer enormen Einzelförderung landesseitig gewürdigt und geschätzt wird.“ Der Schiffer-Verein will die Statue 2022 im Jahr des 160-jährigen Vereinsbestehens aufstellen und einweihen.