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Erstes Ostercamp des FC Eintracht Geislar: Die Kids sehnen sich nach Sport

Erstes Ostercamp des FC Eintracht Geislar : Die Kids sehnen sich nach Sport

Lieber Kicken im Schnee als Ferien vor der Glotze: Das erste Ostercamp des FC Eintracht Geislar fand trotz Corona statt und war für alle Beteiligten ein Erfolg.

Endlich wieder Fußball spielen – ach was, endlich wieder überhaupt Bewegung! Die Kinder in Geislar sind froh über die Entscheidung des Fußballclubs Eintracht von 1962, sein Ostercamp durchzuführen, trotz Corona und allem, was dagegen spräche. „Ich mache einfach gerne Sport und will ja fit bleiben“, sagte Paul (11), Abwehrspieler in einer der Jugendmannschaften des FC Geislar. Außerdem konnte er so vier Tage lang seine Freunde treffen.

Die Eintracht hatte sich ihr Konzept gut überlegt und damit auch die meisten Jugendtrainer und Eltern überzeugt. Dieses Konzept sah so aus: Die 40 Teilnehmer zwischen fünf und zwölf Jahren wurden gleichmäßig auf vier feste Gruppen verteilt, die auf vier Stationen mit unterschiedlichen Übungen, die auf dem Sportplatz an der Liestraße aufgebaut wurden, rotierten. Das Ganze von 9 bis 12 Uhr, ein gemeinsames Mittagessen gab es nicht. Die Tage mit Selbsttests für alle Kinder zu beginnen, habe man erwogen, sagte Jugendleiter Malte Kaßner, aber verworfen: Das hätte zu viel Zeit gekostet, die man lieber mit Spielen verbringen wollte. „Die Trainer haben sich alle vorher testen lassen.“ Man hätte nachmittags gerne gruppenübergreifende Spiele gemacht, aber das hätte nicht ins Hygienekonzept gepasst, erklärte er.

Jeder Tag stand unter einem anderen Schwerpunkt

Damit gab sich auch die Stadt Bonn zufrieden. Das Camp wurde von Dienstag bis Freitag durchgeführt – bei allen Wetterlagen und Temperaturen. Das habe gut getan, meinte Mathis (12), ebenfalls Spieler beim FC. Er sei „mittelmäßig“ eingerostet gewesen. Und er habe mit seinen Kumpels spielen können. „Sonst habe ich mich nur ab und zu mit einem Freund getroffen.“ Auch Marta (8), eines der wenigen Mädchen im Camp, freute sich über die Möglichkeit, endlich mal wieder zu spielen, „weil es mir Spaß macht“. Die Stürmerin konnte auch gut mit den Jungs mithalten.

Jeder Tag stand unter einem anderen Schwerpunkt, erläuterte der sportliche Leiter Manuel Sahin: Dribbling am Dienstag, dann Passpiel, Ballan- und –mitnahme, am Freitag wurde alles wiederholt. Daneben hatte sich jeder Trainer eigene Schwerpunkte gesetzt. Für den Verein ist es das erste Ostercamp überhaupt. „Wir waren kurz vor der Absage wegen Corona“, sagte Kaßner. Aber Eltern und Kinder hätten gedrängt, es nicht ausfallen zu lassen. Pro Teilnahmetag und Kind kostete das zehn Euro, damit konnte die Eintracht laut dem Vorsitzenden Andreas Knott gerade so die Kosten decken, die durch T-Shirts mit speziellem Aufdruck, Flaschen mit individuellen Namen, die Urkunden und Medaillen, die es am Ende für alle gab und anderes entstanden.

Es gibt bereits Anmeldungen für das nächste Jahr

„Uns war wichtig, dass die Kinder rauskommen und nicht den ganzen Tag vor den Medien hocken“, sagte Knott. Die Resonanz von Kindern und Eltern sei sehr positiv, so Kaßner. „Wir haben schon Anmeldungen für nächstes Jahr.“ Man überlege, das Angebot dann auszuweiten und mehr Gruppen anzubieten.

Der FC Eintracht Geislar wird Kaßner zufolge von jungen Spielern quasi überrannt. „Wir sind in den letzten Jahren von drei auf zehn Jugendmannschaften gewachsen.“ Das liege natürlich an den Neubaugebieten in der Umgebung. „Das sind auch Räume, in denen sich die Kinder kennenlernen.“