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Jugendaustausch Beuel-Mirecourt: Französische Austauschschüler erkunden die Region

Jugendaustausch Beuel-Mirecourt : Französische Austauschschüler erkunden die Region

Gemeinsam leckere Steaks grillen, Freundschaften schließen und ganz nebenbei eine neue Sprache lernen - all das können derzeit die elf- und zwölfjährigen Teilnehmer des Jugendaustausches Beuel-Mirecourt.

Auf dem Gelände der Jugendverkehrsschule an der Beueler Rheinaue ließen sie nun einen aufregenden Tag ganz entspannt ausklingen. "Jeden Tag machen wir ein schönes Programm zusammen", sagte Elke Kiesel von der Bezirksverwaltungsstelle Beuel, die den Jugendaustausch gemeinsam mit dem Rathaus Mirecourt organisiert.

Gerade erst hätten sie den Kölner Zoo besucht. Und auch die rund 533 Stufen des Kölner Doms haben die Austauschschüler und ihre jungen Gastgeber bereits erklommen.

Eine Woche dauert der Aufenthalt der sieben französischen Teilnehmer in Beuel, darunter nur ein einziger Junge: Bereits seine Schwester habe an dem Jugendaustausch teilgenommen, berichtete Félix, 12, aus Biécourt nahe Mirecourt. Ein wenig Heimweh habe er schon, erzählte er, aber nicht viel. In seiner Gastfamilie fühle er sich wohl.

Den größten Unterschied zwischen Frankreich und Deutschland sieht er in der jeweiligen Art zu frühstücken: Hierzulande werde viel mehr Aufschnitt gegessen, in seiner Heimat eher Süßes. Er sei schon zweimal in Mirecourt gewesen, erzählte Felix aus Beuel-Vilich. Seit einem Jahr lernt der Zwölfjährige Französisch.

Aus Mangel an Jungs ist sein Austauschpartner eine Partnerin, heißt Lisa und ist zwölf. Sie würden sich sowohl auf Deutsch als auch auf Französisch unterhalten, meinte Felix: "Und manchmal auch so ein bisschen auf Englisch." Der Austausch biete ihm die Möglichkeit, alles, was er in der Schule gelernt habe, tatsächlich anzuwenden.

"Jaaaaa", antwortete Clara, 12, aus Aboncourt bei Mirecourt mit einem Augenzwinkern auf die Frage, ob sie denn gut Deutsch spreche. Aber die Aussprache sei anders als jene, die sie in der Schule gelernt hat. Klar - Bönnsche beziehungsweise Kölsche Mundart wird dort nicht gelehrt.

Der Austausch, der 2003 erstmals stattfand, geht über zwei Jahre. Erst im kommenden Jahr besuchen die Beueler Schüler ihre neuen französischen Freunde in Mirecourt. Bereits im Vorfeld hätten sie sich E-Mails geschrieben, weiß Kiesel. Im Rahmen des Austausches seien schon Freundschaften entstanden.

Die Kosten für die Teilnahme übernehme die Stadt Bonn, so Kiesel weiter. Eigentlich hätten insgesamt 18 Kinder teilnehmen wollen. Aus organisatorischen Gründen sei der Austausch jedoch auf sieben Plätze begrenzt.