1. Bonn
  2. Beuel

Trendsportart überzeugt Juroren: Fußball-Golf gewinnt Ideenbörse

Trendsportart überzeugt Juroren : Fußball-Golf gewinnt Ideenbörse

Wer in diesen Tagen die Landstraße zwischen Gut Ettenhausen und Gut Heiderhof entlang fährt, könnte vom Verkehr abgelenkt werden. Warum? Direkt neben der Fläche des Mais-Labyrinths tummeln sich nachmittags bei gutem Wetter sportliche Menschen und versuchen mit Fußbällen Hindernisse zu überwinden. Kurz gesagt: Sie spielen Fußball-Golf.

Diese neue Trendsportart ist seit Ostern auch in der Region Bonn/Rhein-Sieg zu Hause. Mit dieser Idee belegten jetzt die Firmengründer Hella Töllner und Eike Witte bei der Ideenbörse der Industrie- und Handelskammer (IHK) Bonn/Rhein-Sieg den ersten Platz.

"Diese Sportart stammt aus Skandinavien. 2006 wurde der erste Platz in Deutschland eröffnet. Unsere Spielfläche ist die dritte in Nordrhein-Westfalen", sagten die beiden Initiatoren. Was man für Fußball-Golf benötigt? Ganz einfach: Sportschuhe, Geschick und Zeit. Wer den 18-loch-Parcours bewältigen will, benötigt je nach Talent zwischen zwei und drei Stunden. Dabei legt er eine Wegstrecke von mindestens drei Kilometern zurück.

Für das Auge der Teilnehmer haben Töllner und Witte sich markante Kunstwerke ausgedacht, die es zu umkurven gilt. Alle Ausstellungsstücke auf den Bahnen sind aus Holz, Meatll und Stein geschaffen und haben ihren Ursprung auf dem Heiderhof. Das ländliche Gut, das direkt an der Stadtgrenze auf Rhein-Sieg-Kreisgebiet liegt, stammt von 1600 und ist seit rund 120 Jahren im Besitz der Familie Töllner.

An diesem Nachmittag trainiert die B-Jugend des BSV Roleber auf dem Gelände. "Wir wollen ein wenig Abwechselung in den Trainingsplan bringen. Unsere Kicker sind mit Begeisterung dabei und finden Fußball-Golf einfach nur klasse", erklärte der Trainer. Allerdings merken die Jungs sehr schnell, dass Fußball-Golf gar nicht so einfach ist. Ziel ist es, mit so wenig wie möglich Schüssen den Ball um die Hindernisse in das Loch spielen.

Damit sich die Fläche für den Dauereinsatz eignet, wurde eine spezielle Sportrasenmischung dort ausgesät. "Die Wiese wird nur zweimal im Jahr gemäht", so Hella Töllner. Im Herbst vergangenen Jahres gab es schon mal einen Probelauf . Jedoch das Wetter war zu unbeständig, so dass der Start in dieses Frühjahr verlegt wurde. "Das Schöne am Fußball-Golf ist, dass es ein Familiensport an der frischen Luft mit viel Bewegung ist. Jüngere wie Ältere können diese Trendsportart betreiben", sagte Witte.

Die Juroren der IHK-Ideenbörse war von der Innovation so begeistert, dass sie das Unternehmen Fußball-Golf Bonn mit dem ersten Platz ausgezeichnet haben. Am 25. Juni wird die Trendsportart bei den Bonner Wirtschaftstagen der IHK vorgestellt.