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Volles Haus : Gemeindefest ist voller Erfolg

Volles Haus : Gemeindefest ist voller Erfolg

Die Hüpfburg ist wegen des Regens am Sonntagnachmittag gar nicht erst aufgebaut worden. Das Nass von oben hat in Holzlar aber nicht für weniger Freude am Gemeindefest gesorgt. Das, da waren sich die Veranstalter und Helfer sicher, war ein voller Erfolg.

Das traditionelle Gemeindefest hat in Holzlar rund 200 Besucher am Sonntag in die Evangelische Dornbuschkirche gelockt. Trotz Regens tummelten sich Jung und Alt zwischen den Spiel- und Essenstationen. Im Jugendraum etwa hatte sich die Jugend ein vielfältiges Angebot für den Nachmittag überlegt: Bei der Cocktailbar – natürlich nur mit alkoholfreien Getränken ausgestattet – durften die Besucher Movito, Kiba und Sunrise bestellen. Und auch die traditionelle Pfirsichbowle fand viele Abnehmer. Hinter der Theke lasen Mitglieder des Jugendchores eifrig Zutaten ab, nahmen Maß und schmückten jedes Cocktailglas mit einen braunen Zuckerrand. Die Besucher warfen sich vor der Fotobox in Pose, nahmen an einem Akrobatik-Workshop teil und spielten vor einer Leinwand das Autorennspiel „Mario Kart“.

Beim Kinderschminken halfen derweil Karen Pietsch und Julia Szathmary. Die 17-Jährigen freuten sich über ein durchgehend volles Haus: „Der Gottesdienst war heute auch schon gut besucht“, berichtete Pietsch und Szathmary ergänzte: „Ich finde es schön, dass hier alle Generationen vertreten sind, denn so gibt es einen guten Austausch.“ Die Gemeinschaft werde in der Gemeinde eben großgeschrieben, erzählte sie. „Dass wir alle gut miteinander auskommen, ist wichtig“, sagte Pietsch.

Gründung der Gemeinde in Holzlar vor 50 Jahren

Vor 50 Jahren wurde die evangelische Gemeinde in Holzlar gegründet. Aus diesem Anlass erhielten im Kirchensaal viele Menschen eine kurze Würdigung, die das Gemeindeleben in den vergangenen Jahren am Laufen erhalten haben. „Das Gemeindefest hat in Holzlar Tradition. Und nach zwei Jahren Pause, freue ich mich nun sehr, dass so viele Menschen gekommen sind“, sagte Pfarrer Richard Landsberg. Mit Blick auf die Zukunft sei das ein erfreuliches Zeichen, denn Landsberg rechnet in den kommenden Jahren mit einer Fusion mit der Beueler Kirchengemeinde. Die Kooperation zwischen den beiden Gemeindehäusern sei bereits jetzt schon „Realität“, so der Pfarrer. Im Bonner Osten sei man bereits als „Pfarrteam“ unterwegs. „Im Moment läuft die Jugendarbeit in der Gemeinde sehr gut. Viele Jugendliche kommen etwa zur Offenen Tür. Wir haben Jugendchöre, die erfolgreich und lebendig sind“, berichtete Landsberg. Um die Arbeit mit jungen Familien zu intensivieren, veranstaltet der Gemeindepfarrer monatlich einen Gottesdienst für Kleinkinder. Ein Kindergottesdienst ist das nächste Ziel.

Die Einnahmen aus den Verkäufen am Nachmittag sollen an Dörfer in Indien und Bangladesch gehen. Vor allem einheimischen Frauen und Kindern soll so mehr Zugang zu Wissen und Gemeinschaft ermöglicht werden. Damit am Nachmittag auch einiges an Geld zusammenkam, hatten die Gemeindemitglieder 40 Kuchen gespendet. Nach der „Kuchenschlacht“ und weiteren Angeboten fand am Spätnachmittag noch ein Abschlussgottesdienst statt.

Das Gemeindefest sei auch nach zwei Jahren Corona-Pause ein Anziehungspunkt für alle Generationen, fand Christine Kiener. „Ich finde es schön, mit wie viel Freude und Begeisterung die Konfirmanden hier mitarbeiten“, sagte das Gemeindemitglied. Eine Helferliste sei im Vorfeld des Festes schnell befüllt gewesen. „Wir haben hier eine freundliche Atmosphäre. So macht das Gemeindeleben Spaß“, betonte Kiener.

Rund 40 Jugendliche halfen

Rund 40 Jugendliche halfen beim diesjährigen Gemeindefest, rechnete Jugendleiterin Laura Cöhring vor. Neben traditionellen Angeboten wie einer Crêpes-Station seien auch einige neue Ideen umgesetzt worden. „Es ist richtig schön, wie die die Angebote von den Besuchern angenommen werden“, resümierte die 26-jährige Sozialpädagogin. „Man sieht in den Gemeinderäumen Jung und Alt durchgemischt und so soll‘s auch sein“, sagte Cöhring. Einziger Wermutstropfen war der Wegfall der Hüpfburg, die wegen des Regens nicht aufgebaut werden konnte.