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Neuer Bonn-Krimi von Hubert Wippermann: Grausamer Mord in der Bundeskunsthalle

Neuer Bonn-Krimi von Hubert Wippermann : Grausamer Mord in der Bundeskunsthalle

Krimiautor Hubert Wippermann nimmt in seinem neuen Bonn-Krimi die Leser mit nach Italien. Dort bemerken die Ermittler, wie sehr sie in den Fall verstrickt sind.

Der Anblick ist nichts für schwache Nerven: Bei einem brutalen Anschlag in der Bonner Bundeskunsthalle wurde nicht nur ein Museumswärter auf grausame Art getötet, sondern es wurden zudem berühmte Meisterwerke der Renaissance zerstört. Wer macht nur so etwas? Ein Fanatiker, ein geistig verwirrter Besucher? Warum hat es jemand gerade auf diese Werke abgesehen? Wogegen richtet sich diese Zerstörungswut, und wie groß muss der Hass sein, dass man sogar bereit ist, über Leichen zu gehen? Alles Fragen, die der neue Krimi von Hubert Wippermann aus Beuel aufwirft.

Die Polizei tappt vollkommen im Dunkeln. In diesem Fall hilft nicht nur kriminalistischer Spürsinn, sondern vor allem Fachwissen. Deshalb ziehen die Kommissare erneut den Bonner Kunsthistoriker Professor Karl Friedrich Jung zurate. Schließlich hatte er in der Vergangenheit bereits großen Anteil daran, dass einige grausame Verbrechen in der Bundesstadt aufgeklärt wurden. Wird auch dieses Rätsel am Ende gelöst? „Das verrate ich natürlich nicht“, sagt Wippermann, der nach „Beethovens letzter Wille“ und „Des Goldes Schlaf“ mit „Des Menschen Eitelkeit“ einen neuen Bonn-Krimi geschrieben hat.

Im Schussfeld eines skrupellosen Attentäters

Erneut machen sich Professor Jung und seine Kollegin, die Musikwissenschaftlerin Paula Lanzini, auf Verbrecherjagd – nicht ahnend, dass sie so selbst in das Schussfeld eines skrupellosen Attentäters und Mörders geraten. Kommen sich die beiden endlich näher? „Abwarten“, gibt sich Wippermann genauso geheimnisvoll wie die Mordermittler.

Er verrät nur so viel: Eine neue Frau, intelligent und gutaussehend, kommt ins Spiel. Ganz einfach ist die Situation sowieso nicht. Schließlich ist die ermittelnde Kommissarin Carla Jung die Ex-Frau des Kunsthistorikers.

Zwar hat der Autor in der Vergangenheit seine Leser bei der Lösung eines Falls immer mit auf eine Reise quer durch Bonn genommen. Diesmal fahren die Hobby-Ermittler jedoch in Richtung Süden. Denn „Des Menschen Eitelkeit“ spielt teilweise in Italien. „Das liegt nahe, wenn es um die Renaissance geht“, erklärt Wippermann. In Neapel und Florenz kommen die Freizeit-Detektive aus Bonn der Lösung des Falls näher.

Weshalb spielt der Krimi gerade dort? „Ich kenne Florenz sehr gut und kenne mich in der Stadt einigermaßen aus“, erklärt Wippermann. Zudem sind Bonn und Florenz Partneruniversitäten. Deshalb unternimmt Jung mit seinen Studenten auch eine Studienreise nach Florenz. Dort muss er jedoch mit Entsetzen feststellen, dass er mehr in die Ereignisse verstrickt wird, als ihm lieb ist.

Autor widmet sich der Renaissance

Wippermann widmet sich in seinen Büchern immer einer bestimmten Epoche: In dem ersten Band ist es das Barock, im zweiten die Romantik und im dritten Band die Renaissance. Auf einer anderen Ebene spielt jedoch sein neuestes Werk, das im Herbst 2022 erscheinen wird. Dann wird es unter dem Titel „Des Menschen Schöpfung“ um Künstliche Intelligenz und „Schwarze Romantik“ gehen.

„Das Buch ist fast fertig“, erzählt Wippermann. Daher spukt schon der Stoff für das übernächste Werk im Kopf des Beueler Schriftstellers. „Darin wird es dann um Alt-Nazis gehen“, verrät er bereits. Bis es so weit ist, werden sich seine Fans jedoch noch gedulden müssen. Diese Veröffentlichung ist für 2023 geplant.

Wippermann, Jahrgang 1968, studierte Deutsch, Geschichte und Philosophie in Paderborn. 1992 zog er zum weiteren Studium nach Bonn, wo er bis heute mit seiner Familie lebt und am Clara-Schumann-Gymnasium unterrichtet – Deutsch, Geschichte und Politik. Ein idealer Mix, um seine Leser mit auf eine Reise zwischen, Kunst, Kultur und Verbrechen zu nehmen.

Hubert Wippermann, „Des Menschen Eitelkeit“, Taschenbuch, agenda Verlag, 262 Seiten, 14,90 Euro, ISBN-10 3896887262, ISBN-13 9783896887269.