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Maisfelder so hoch wie lange nicht: Grüne Wände in Geislar

Maisfelder so hoch wie lange nicht : Grüne Wände in Geislar

Der Mais in Holtorf wächst so hoch, wie seit Jahren nicht mehr. Das hat er vor allem den regenreichen Tagen im Juli und August zu verdanken. Das Getreide ist mittlerweile bis zu drei Meter hoch gewachsen.

Der Mais sprießt auf den Feldern um Bonn. Wie zum Beispiel hier in Geislar wachsen die Pflanzen teilweise übermannshoch am Wegesrand. Dabei kann man unter anderem an der Größe erkennen, ob man es mit Futtermais oder Zuckermais, der für den Verzehr vom Menschen gedacht ist, zu tun hat. Letzterer hat kleinere Pflanzen. Die Pflanzen des Futtermais hingegen können in guten Jahren eine Höhe zwischen 2,50 und drei Metern erreichen.

Den Pflanzen dürfte in diesem Jahr zugute gekommen sein, dass sie während des Wachstums mit keinen längeren Trockenperioden zu kämpfen hatten. Forscher gehen davon aus, dass Mais seit etwa 6500 Jahren vom Menschen kultiviert wurde. Allerdings waren dies noch nicht die Pflanzen, die wir heute kennen, sondern um die Wildform Teosinte. Im 16. Jahrhundert kam der Mais, im Zuge der Entdeckung Amerikas, recht schnell nach Europa und breitete sich von hier aus auf der ganzen Welt aus.

Futtermais ist übrigens ebenfalls essbar, wenn er früh gepflückt wird. Ausgereift ist er zu hart und schmeckt mehlig. Man sollte es aber trotzdem nicht darauf ankommen lassen und sich nicht einfach auf den Feldern bedienen. Zu viele nächtliche Pflücker können bei der Ernte und auf den Feldern für die Bauern ärgerliche Schäden verursachen.