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Beueler Wohnprojekt Stadttor: Grundstein für 163 neue Wohnungen

Beueler Wohnprojekt Stadttor : Grundstein für 163 neue Wohnungen

Eine Zeitkapsel mit Plänen, Münzen, Urkunde und aktuellem General-Anzeiger wurde am Mittwoch bei strahlendem Sonnenschein und sommerlicher Hitze in die Beueler Erde versenkt. Denn nun war es soweit: Der Grundstein für sechs weitere Mehrfamilienhäuser wurde an der Ecke Niederkasseler Straße/St. Augustiner Straße gelegt.

Das neue Stadttor Bonn-Beuel nimmt mit dem zweiten Bauabschnitt Gestalt an. An der Kreuzung entsteht ein markanter, achtgeschossiger Turmbau mit einer großen Fensterfront, der das Entree zum neuen Wohnquartier markieren wird. „Seit zehn Jahren ist das Projekt schon in der Planung. Bis zum Jahresende 2018 werden im zweiten Bauabschnitt nun insgesamt 163 Wohnungen entstehen“, sagte Daniel Korschill, Projektleiter bei der Bonava Deutschland GmbH.

Das Unternehmen mit dem deutschen Hauptsitz im brandenburgischen Fürstenwalde/Spree ist Projektentwickler des neuen Wohnquartiers, auf dessen Gelände bereits rund ebenso viele neue Wohnungen gebaut wurden. Es seien zahlreiche Schwierigkeiten und Hürden zu überwinden gewesen, bis nun der Grundstein gelegt werden konnte. „Während der Bauphasen haben wir einige Überraschungen erlebt. So musste das Gelände zweimal für die Entschärfung zweier Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg evakuiert werden“, berichtete Korschill den zahlreichen Gästen an der Baustelle. „Außerdem waren Mai und Juni sehr stark verregnet. Da hatten wir tatsächlich Wasser von oben und von unten, so dass wir erst Ende Juli die Arbeiten wieder in vollem Umfang aufnehmen konnten“, so der Projektleiter.

Begonnen hatte der Bau noch unter dem Dach des Investors NCC Deutschland, aus dem die Bonava mit rund 1400 Mitarbeitern hervorgegangen ist – ein internationaler Projektentwickler mit Sitz in Schweden.

Der Name Bonava setzt sich zusammen aus dem schwedischen Wörtern „bo“ (Wohnen), und „nav“ (Mittelpunkt). Dahinter stehe die Philosophie des Unternehmens, ein angenehmes Wohnumfeld mit bezahlbarem Wohnraum zu schaffen, so Bonava. Der Projektentwickler ist in acht europäischen Ländern tätig: Schweden, Finnland, Dänemark, Norwegen, Deutschland, Estland, Lettland und in Russland. In Deutschland sind die Schwerpunktregionen etwa Rhein-Main, Rhein-Ruhr und Köln/Bonn. Ein weiteres Projekt in Beuel ist das Wohnquartier „Ledenhof“ in Vilich.

„Beuel wird immer beliebter. Deshalb ist es wichtig, dass wir Wohnraum schaffen für alle Bevölkerungsschichten“, sagte Guido Déus, Bezirksbürgermeister von Beuel. „Insgesamt werden in Beuel, etwa auch in Geislar und Roleber, Wohnungen für mehr als 2000 Menschen entstehen“, berichtete der Bezirksbürgermeister. „Das ist ein starker Beweis dafür, dass Beuel boomt und es hier auf der Sonnenseite Bonns einfach lebenswert ist“, so Déus.