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Haus im Park in Neu-Vilich erhält einen Anbau

Jugendzentrum in Neu-Vilich : Haus im Park erhält für 750.000 Euro einen Anbau

Die Stadt Bonn lässt das Jugendzentrum Haus im Park (HiP) in Neu-Vilich für 750.000 Euro erweitern. Der Anbau sowie eine Streetball-Anlage sollen im Sommer 2021 fertig sein. Damit soll das Haus auch für Offene Jugendarbeit gerüstet sein.

„Endlich tut sich hier etwas“, sagt Kathrin Birkhölzer, im Verein Kleiner Muck unter anderem verantwortlich für das Jugendzentrum Haus im Park (HiP) in Neu-Vilich. Denn unübersehbar haben Bautätigkeiten an der Helene-Weber-Straße 139 begonnen. „Als wir 2004 dieses Haus hier eröffnen konnten, zeichnete es sich sofort ab, dass das Haus zu klein konzipiert war.“ Kein Wunder, denn 72 Quadratmeter sind nicht viel für zwei Räume, eine Küche sowie die notwendigen Sanitäreinrichtungen und Abstellmöglichkeiten.

Das HiP-Gebäude bekommt einen Anbau, zudem lässt die Stadt eine Streetball-Anlage für Kinder und Jugendliche errichten, teilt die Stadt mit. Insgesamt investiert sie 750.000 Euro. Der eingeschossige Anbau habe eine Bruttogeschossfläche von etwa 112 Quadratmetern. Dort entsteht ein Mehrzweckraum mit Aufenthaltsbereich und Küche, die sich bei Bedarf mit einer mobilen Trennwand teilen lassen. Zudem sind zwei Abstellräume und ein Medienraum geplant.

Das Jugendzentrum soll auch zukünftig für die Offene Jugendarbeit genutzt werden. Auch deshalb wird eine Streetball-Anlage mit einer Größe von etwa 160 Quadratmetern, einer Asphaltschicht und einem Basketballkorb gebaut. Die gesamten Arbeiten sollen voraussichtlich bis Sommer 2021 andauern. Dazu habe die Stadt eine provisorische Baustraße von der Helene-Weber-Straße aus einrichten lassen.

Anna Lempke (von links) erklärt den Bauplan. Dabei sind Volker Assenmacher, Marion Renkes (alle Stadt) und Kathrin Birkhölzer (Kleiner Muck/HiP). Foto: Rainer Schmidt

Das Jugendzentrum bleibt während der Maßnahmen weiterhin geöffnet. Täglich besuchen etwa 45 junge Menschen das HiP, teilt die Stadt weiter mit (siehe Infokasten „Offener Treff“). Dass der Platz bisher beengt war, hätten die Vertreter der Einrichtung im Zuge des Wirksamkeitsdialogs aufzeigen können. Dieser finde jedes Jahr nicht nur im HiP, sondern in allen städtischen Jugendeinrichtungen statt. „Damit konnten wir Jahr für Jahr nachweisen, dass das hier zu voll ist“, sagt Birkhölzer. Was derzeit elementar fehle, seien eine große Küche und ein Medienraum. „Bei vielen Projekten mussten wir uns Räumlichkeiten außer Haus suchen, was zukünftig in diesem Ausmaß nicht mehr der Fall sein wird“, fügt Birkhölzer hinzu.

Bei einem Ortstermin mit dem Städtischen Gebäudemanagement (SGB) und dem Jugendamt der Stadt bestätigte dies Marion Renkes von der Sachgebietsleitung Jugendpflege und Jugendschutz. „Das jetzige Haus“, so Renkes, „ist damals schon so gebaut worden, dass man ein zweites, ‚gespiegeltes’ Haus daneben bauen kann.“ Es sei aber, so Birkhölzer, ein langwieriger und arbeitsintensiver Weg gewesen, dass dieses Erweiterungsprojekt im städtischen Haushalt bleibt. Jetzt wird der Neubau nicht nur errichtet, sondern er wird auch größer, da er im rechten Winkel Richtung Helene-Weber-Straße erweitert wird.

„Der Neubau wird in Massivbauweise errichtet, die Fassade verputzt und das Flachdach wird begrünt“, sagt Volker Assenmacher vom SGB. Lärm- und Schallschutz, Arbeitsschutz, die Emissionen und die Lüftung, zählt er auf, alles finde Berücksichtigung. Auch der notwendige Abstand zu den Nachbarn – private Einfamilienhäuser – werde eingehalten. „Alle nachbarschaftsrechtlichen Dinge wurden bei der Baugenehmigung berücksichtigt“, so Assenmacher.