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Hilfsprojekt in Nigeria

St. Mary’s Children Hospital : Beuelerin unterstützt Hilfsprojekt in Nigeria

Die Beueler Physiotherapeutin Karin Hünteler reiste zum dritten Mal ins St. Mary’s Children Hospital nach Nigeria. Dort weihte sie das Physiotherapie-Centre und die Augenklinik mit ein und arbeitete bei der „Physio-Week mit.

„Die gegenseitige Wertschätzung ist der Schlüssel zu einem langfristigen Erfolg mit Nachhaltigkeit“, sagte Karin Hünteler nach ihrer Rückkehr aus Nigeria. Zum dritten Mal reiste die Physiotherapeutin aus Küdinghoven in die Stadt Umuowa, um nicht nur am Medical Mission Festival teilzunehmen, sondern um auch das neue Physiotherapie-Centre und die Augenklinik einzuweihen und um bei der „Physio-Week“ mitzuarbeiten.

Zu ihrem Team gehörten Ulrike Baur (Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin sowie Neuropädiatrie) und Anja Heidger, Physiotherapeutin. Über das Projekt und die erste Reise nach Nigeria hatte der GA bereits 2016 berichtet.

Das neu erschaffene Hospital, unterstützt durch deutsche Fördergelder, wurde zuerst von vielen Priestern gesegnet. Zahlreiche Ehrengäste, wie der König von Umuowa, der Gouverneur des Bundeslandes Orlu, Priester und Chefärzte aus anderen Kliniken, zählten zu den Rednern des Festtages und gaben einen umfangreichen Überblick über das neue Hospital.

„Hierbei tanzten nigerianische Traditionstänzer nach Trommelmusik und afrikanischen Gesängen“, berichtet Hünteler im Gespräch mit dem GA. Auch verschiedene Frauen-Tanzgruppen, Gesangschöre sowie Einzelauftritte von afrikanischen Künstlern waren Inhalt des abwechslungsreichen kulturellen Programms. „Zum Schluss tanzten alle Gäste auf dem Kinderkrankenhaus-Platz und genossen dieses Medical Mission 2019 Festival.“

„Die weiteren Tage“, so Hünteler, „wurden für einen intensiven fachlichen Dialog im Rahmen der Physiowoche sowohl auf den Krankenhausstationen des St. Mary’s Children Hospitals, als auch im Physio-Centre genutzt.“ Eine tägliche Visite der deutschen Kinderärztin verbunden mit einem Austausch mit unterschiedlichen Stationen sowie die wöchentliche Kindersprechstunde gehörten zum Aufgabengebiet des deutschen Teams.

Die nigerianischen und deutschen Physiotherapeuten sahen sich gemeinsam Patienten an und besprachen intensiv die entsprechenden Förderziele, vor allem der kleinsten Patienten. „Wir fuhren auch mit dem Kleinbus in die Dörfer, um den ärmsten und vielen alten Menschen in ihrer medizinischen Grundversorgung beizustehen und alltagsrelevante Maßnahmen zu verbessern.“

„Es war ein fruchtbarer fachlicher Austausch zwischen den nigerianischen und deutschen Spezialteams, der im Rahmen der Entwicklungshilfe die Hilfe zur Selbsthilfe anregen soll“, sagt Hünteler abschließend.

Nach ihrer Rückkehr aus Nigeria sammelte sie bei ihrem 50. Geburtstag Spenden in Höhe von 1280 Euro für den Uzondu-Förderverein des „St. Mary’s Children Hospital Umuowa“. Dieser Geldbetrag soll zum weiteren Aufbau der neuen Mutter-Kind-Station und der Solaranlagen beitragen. Weitere Informationen über das Hilfsprojekt und den Förderverein findet man im Internet unter www.uzondu.de.