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Übergangsbetrieb in Containern: Holzlarer Kita soll einen Neubau bekommen

Übergangsbetrieb in Containern : Holzlarer Kita soll einen Neubau bekommen

Der Hauptausschuss hat der Entwurfsplanung für den Neubau der Holzlarer Kita zugestimmt. Übergangsweise ist ein Umzug in Container geplant.

Schöner, größer und moderner: Die Kinder und die Erzieher der städtischen Tageseinrichtung an der Alten Bonner Straße in Holzlar sollen schon bald in ein neues Gebäude ziehen. Der Hauptausschuss, der anstelle des Rates tagte, stimmte jetzt der vorläufigen Entwurfsplanung für einen Neubau zu. Allerdings gibt es noch keine konkrete Kostenplanung für das Projekt. Zwar ist damit ein erster Schritt getan, wann genau das neue Haus bezogen werden kann, steht derzeit aber nicht fest. Für die Übergangszeit wird die Einrichtung in einem Ausweichquartier untergebracht.

Der Bedarf an Kitaplätzen ist aktuell sehr hoch. Um allen Kindern in Wohnortnähe ein entsprechendes Angebot zu machen, müssten deutlich mehr Betreuungsplätze geschaffen werden. Nach Angaben der Verwaltung fehlen in Holzlar aktuell rund 100 Plätze.

Die derzeit genutzte Immobilie an der Alten Bonner Straße ist allerdings in die Jahre gekommen. Das Gebäude der aktuell viergruppigen Tageseinrichtung besteht aus zwei Einheiten, einem Altbau aus den frühen 1930er Jahren und einem Erweiterungsbau aus den 1970ern. An beiden Bauten haben die vergangenen Jahrzehnte deutliche Spuren hinterlassen, sodass eine Kernsanierung dringend erforderlich ist.

Renovierung nicht wirtschaftlich

Da eine Renovierung jedoch nicht wirtschaftlich wäre, soll nun neu gebaut werden. Im Rahmen einer vom Städtischen Gebäudemanagement Bonn (SGB) durchgeführten Wirtschaftlichkeitsuntersuchung wurden die Varianten „Sanierung mit Erweiterung“ oder „Abriss und Ersatzbau“ überprüft. Favorisiert wurde dabei ein Neubau. Das derzeit vorhandene Raumkonzept entspricht zudem nicht mehr den aktuellen Anforderungen an eine viergruppige Tageseinrichtung für Kinder. Daher soll das marode Gebäude durch einen modernen Funktionalbau für die Betreuung von sechs Gruppen ersetzt werden. Während der Bauzeit werden die Kinder in einer „Übergangskita“ im Finkenweg 31 (neben der kleinen Jugendfarm) unweit ihres jetzigen Domizils betreut. Dieses Ausweichquartier wird derzeit hergerichtet. „Der Umzug in die Container ist für den 19. Juli geplant“, erklärt Franziska Jacob, Leiterin der Einrichtung. „Alle freuen sich, wenn es soweit ist. Aber noch ist vieles unklar, weil es ja noch zwei Monate sind, bis es losgeht.“

In dem künftigen Neubau sollen 105 Betreuungsplätze geschaffen werden, davon 32 Plätze für Kinder im Alter von unter drei Jahren und 73 Plätze für Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren. Der Erweiterung der Kindertagesstätte muss das Landesjugendamt noch zustimmen. Die erforderlichen Mittel zur Finanzierung der Planungs-, Bau- und Einrichtungskosten für den sechsgruppigen Neubau sind für den Wirtschaftsplan des SGB angemeldet.

Um den Kindern ausreichend Bewegungs- und Freispielfläche anbieten zu können, ist geplant, dass das vorhandene Außenspielgelände temporär durch Mitnutzung der benachbarten öffentlichen Bolzplatzfläche erweitert wird. Dafür wird ein Verbindungstor zwischen Kita-Außengelände und Bolzplatz gebaut. Kinder aus der Nachbarschaft sollen den Bolzplatz jedoch weiter nutzen können. Läuft alles nach Plan, dann werden die Kinder 2023/2024 wieder zurück an die Alte Bonner Straße ziehen.