Integrierte Gesamtschule Beuel Bonner Schüler laufen für die gute Sache

Beuel. · Schüler der Integrierten Gesamtschule Beuel organisieren einen Sponsorenlauf. Da gibt es viel zu erledigen. Ein Problem haben die Schülerinnen allerdings bisher noch nicht gelöst.

Ein Teil des Organisationsteams: (oben, v.l.) Florian Feld, Hans Heller, Paul Doster, Nils Honfo, Nele Hambuch (unten v.l.) Silvia Köster, Alic Isotov , Nasrine Biaou, Iman Mejneh und Melek Nassah.

Ein Teil des Organisationsteams: (oben, v.l.) Florian Feld, Hans Heller, Paul Doster, Nils Honfo, Nele Hambuch (unten v.l.) Silvia Köster, Alic Isotov , Nasrine Biaou, Iman Mejneh und Melek Nassah.

Die Strecke vorbereiten, Verpflegung organisieren, Sponsorenkarten drucken, Preise besorgen: die To-do-Liste des Organisationsteams für den Schul-Sponsorenlauf an der Integrierten Gesamtschule Bonn-Beuel ist lang. Die Schülerinnen und Schüler haben sich Anfang der 11 Klasse entschieden, das Projekt umzusetzen. Ein großes sollte es sein, erinnert sich ihre Lehrerin Silvia Köster, daran wie die Idee entstand.

Gerne denken die Schülerinnen an ihren ersten Sponsorenlauf vor ungefähr fünf Jahren zurück. Seitdem fühlen sie sich mit der Schule in gewisser Weise verbunden, so erinnert sich die Gruppe. Danach gab es keinen Lauf mehr. „Wir sind die Letzten an der Schule, die sich jetzt vielleicht noch daran erinnern“, erzählt ein Schüler. Genau das will der Sport-Projektkurs ändern – passend zum Motto der Schule „in Gemeinschaft stark“.

Aktuell ist die Gruppe mitten in der Vorbereitung des Sponsorenlaufs. Die Schüler haben sich in verschiedenen Teams organisiert. Geplant wird, wo Bauzäune und Absperrbänder an der Strecke angebracht werden, und „wie wir die Runden zählen“, sagt ein Schüler. Die Karten für die Läuferinnen werden gerade gedruckt, damit sie diese dann ihren persönlichen Sponsoren aushändigen können.

Leider ist die Planung nicht mehr ganz so leicht wie vor fünf Jahren, erinnert sich die Lehrerin. Damals kam noch der Bonner Wasserwagen, um die Läufer mit Getränken an der Strecke zu versorgen. Den gibt es nicht mehr. Doch kein Problem für den Projektkurs. Gemeinsam mit dem Mensateam der Schule stellen sie die Wasserversorgung jetzt einfach selber sicher – mit gefüllten Bechern aus dem Wasserhahn. Ein anderes bisher ungelöstes Problem ist die Suche nach Sponsoren für die Verpflegung und für Preise: Bisher bekommen die Schüler nur Absagen und sind noch auf der Suche.

Das Geld aus dem Sponsorenlauf geht an die Jugendfarm Bonn, ein Kinder- und Jugendhilfeträger in Pützchen. Die Schule arbeitet eng mit der Jugendfarm zusammen, aber die Idee das Geld der Jugendfarm zu spenden, kam trotzdem von den Schülerinnen des Kurses. Das Geld sollte an ein lokales Projekt gehen, erzählen sie. Die Jugendfarm kennen sie, da sie selbst dort in den Ferien waren. „Es ist wie ein Jugendtreff“, wirft ein Schüler ein. Eine weitere Schülerin erinnert sich: „In den Sommerferien wird bei der Aktion Mini-Beuel zum Beispiel eine fiktive Stadt aufgebaut und da kann man dann mehrere Berufe ausprobieren.“

Der Sponsorenlauf findet am 12. Juni statt. Die ganze Schule nimmt teil, insgesamt sind das 1.350 Schüler und Schülerinnen und der Schuldirektor – ein Extremläufer wie die Gruppe erzählt. Er wird an dem Tag schon um 6 Uhr starten und etwa 90 Runden laufen. Damit der frühe Start gelingt, wird das gesamte Organisationsteam in der Schule übernachten. Die Schüler laufen in unterschiedlichen Etappen, die jüngeren Klassenstufen von 8:30 bis 11:00 und die Älteren von 11:30 bis 14:30. Zaungäste sind willkommen.