Karneval in Bonn Das ist die neue Liküra-Prinzessin

Beuel. · Ann-Celine Folde wird die 72. Liküra-Prinzessin. Die 23-Jährige hat schon Tollitätenluft geschnuppert. Und ihr Beruf als Friseurin wird ihr nicht nur beim Styling während ihrer jecken Regentschaft helfen.

 Ann-Celine Folde wurde zur 72. Liküra-Prinzessin gewählt.

Ann-Celine Folde wurde zur 72. Liküra-Prinzessin gewählt.

Foto: Stefan Knopp

Auf eins wird man sich bei Ann-Celine Folde verlassen können: Bei ihren Auftritten als künftige 72. Liküra-Prinzessin wird sie immer gut gestylt auftreten. Das macht sie selber, sagt die 23-Jährige. Sie ist nämlich Friseurin, staatlich geprüfte Kosmetikerin und selbstständige Haar- und Make-up-Artistin. Für die Krönung wird sie aber von ihren Arbeitskolleginnen im Friseurgeschäft Salone di Belleza in Königswinter-Oberpleis hergerichtet. „Sie haben schon zugesagt, das zu machen.“ Denn an diesem Tag wird sie wohl zu aufgeregt dafür sein.

Ann-Celine hat schon Tollitäten-Erfahrung gesammelt. Sie war 2007 Kinder-Liküra-Prinzessin und zog 2020 mit der 69. Liküra Carina I. als Pagin durch die Säle. Die Erfahrung sei bei der Wahl sicher von Vorteil gewesen, sagen Sarah Hama und Kim Messinger vom Liküra-Festausschuss, die die Prinzessin auch als Adjutantinnen begleiten. Aber auch mit ihrem gesamten Auftreten habe Ann-Celine überzeugt.

Die 23-Jährige geht seit dem dritten Lebensjahr im Liküra-Zug mit. Schon mit zwei Jahren tanzte sie bei den Ennertfunken der Großen Küdinghovener Karnevalsgesellschaft mit. Da wundert es nicht, dass Ann-Celine in eine karnevalsaktive Familie hineingeboren wurde: Ihre Mutter Jutta Folde geht seit 1973 im Liküra-Zug mit, ist Mitglied in der Zuggruppe Kühlekovvere Jonge un Mädche, in der Liküra-Ehrengarde und beim Limpericher Damenkreis Mauerblümchen. In Letzterem ist auch Ann-Celine seit vergangenem Jahr Mitglied. Ihr Vater Bernd Folde ist im Verein der Freunde und Förderer der Liküra-Ehrengarde und Ratsherr des Liküra-Festausschusses.

Die Mauerblümchen sind der Limpericher Bezug für die Regentschaft der 23-Jährigen für diesen Stadtteil, der turnusmäßig in der kommenden Session die Prinzessin stellt. Die Friseurin ist eigentlich Küdinghovenerin. Neben dem Karneval liebt sie Sport, vor allem Fitness, Krafttraining und Tanzen. Sie gehört außerdem dem Maiclub des Junggesellenvereins „Concordia“ Küdinghoven an. Folde charakterisiert sich selbst als „eher ruhig“. Aber ihre Adjutantinnen sind sicher, dass sie nicht lange brauchen wird, um die Bühnen und Säle einzunehmen und für Stimmung zu sorgen.

Friseur-Beruf bringt Small-Talk-Kompetenz

Nun beginnen die Vorbereitungen: Ein Kleid muss ausgesucht und der Orden erstellt werden. Die Paginnen stehen schon weitgehend fest, aber die endgültige Zusage steht noch aus, weshalb sie noch nicht verkündet werden. „Man muss sich ja riechen können“, sagt Hama, die ebenfalls Liküra-Prinzessin war. „Die sind viel miteinander unterwegs.“ Ein Motto steht auch noch nicht fest. Irgendwas mit Haaren oder Perücken wäre Ann-Celine zu plump. In Anlehnung an die Mauerblümchen vielleicht etwas mit Blumen? Man wird sehen. Immerhin hat ihr Betrieb, der in der kommenden recht langen Session öfter auf die Friseurin verzichten muss, schon Unterstützung zugesagt. „Meine Chefin hat das ohne Probleme angenommen. Die Kolleginnen würden mich auch gerne mal begleiten.“

Proklamiert wird Folde am 11. Januar 2025 in der Aula des Kardinal-Frings-Gymnasiums. Danach wird sie in ihrer Hofburg, dem Hotel Zur Post, residieren. Aufgeregt ist sie schon, sie hat generell Respekt vor den Auftritten vor großen Mengen. „Aber ich traue mir das schon zu.“ Ihr Beruf als Friseurin bringe ja Small-Talk-Kompetenz mit sich. Dann wird das auf der Bühne auch klappen.

Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort