Aufführung der Kirchengemeinde Oberkassel-Dollendorf Kinderchöre zeigen das Musical "Das Goldene Kalb"

Dollendorf · Rund 30 Jungen und Mädchen führten am Wochenende im Dollendorfer Gemeindezentrum das Musical „Das Goldene Kalb“ auf - mit sicherer Stimme und Humor.

 Die Weberinnen, Zimmermänner und Goldschmiede huldigen dem Goldenen Kalb, das jedoch alsbald wieder von der Bühne verbannt wird.

Die Weberinnen, Zimmermänner und Goldschmiede huldigen dem Goldenen Kalb, das jedoch alsbald wieder von der Bühne verbannt wird.

Foto: Stephanie Roller

Einst zog Moses mit seinem Volk durch die Wüste, auf dem Weg von Ägypten ins heilige Land. In der Wüste sah sich das Volk Israels mit zahlreichen Wirrungen konfrontiert – und verlor seinen Glauben an den unsichtbaren Gott. Sie erschufen einen Götzen, ein goldenes Kalb. Soweit die Geschichte im Alten Testament.

Als Musical brachten zwei Kinderchöre der evangelischen Kirchengemeinde Oberkassel-Dollendorf die Geschichte um das goldene Kalb nun am Wochenende auf die Bühne im Gemeindezentrum in Dollendorf. Rund 30 Jungen und Mädchen im Alter zwischen acht und neun Jahren sowie Teile des Jugendchors hatten in diesem Jahr gemeinsam mit Kantorin Stefanie Dröscher das Kindermusical „Das goldene Kalb“ von Gerd-Peter Münden einstudiert.

Musikalisch unterstützt wurden sie dabei von Instrumentalisten der evangelischen Kirchengemeinde, die es verstanden, die zarten Kinderstimmen gut zu begleiten, aber niemals zu übertönen. So sangen die kleinen Weberinnen, Zimmermänner oder Goldschmiede aus dem Volk Israel vom Leid, das sie plagte, als Moses verschwand und einfach nicht mehr auftauchte.

Biblische Geschichte humorvoll präsentiert

Stimmgewaltig forderten sie Aaron, Moses älteren Bruder, auf, ihnen einen Gott zu geben, den sie sehen und anfassen können. In mystischen Nebel getaucht, erstand so das Goldene Kalb, dem die jungen Schauspieler huldigten. Bis zu dem Moment, als Mose auftauchte, einen erzürnten Gott im Gepäck, und sein Volk zur Ordnung rief.

Die Jungen und Mädchen verstanden es, nicht nur stimmsicher, sondern auch sehr humorvoll die biblische Geschichte zu präsentieren. Mit erstaunlichen Soli, wie dem von Mirijam, der Schwester Moses, verzauberten die Kinder ihr Publikum. Der Auftritt wurde sogleich auch auf der Bühne kommentiert: „Das Lied wird sicher der Hit!“ Auch, als Moses mit den Zehn Geboten vom Berg herabstieg und sie seinem Volk präsentierte, hatten die Kinder einen lockeren Spruch parat: Das Gebot „Am siebten Tage sollst Du ruhen“ konterten sie mit „Dies Gesetz gefällt uns gut“.

Und als ein Streichholzdieb über die Bühne eilte und prompt erwischt wurde, wusste er zu erwidern: Streichhölzer seien noch längst nicht erfunden, der Diebstahl damit hinfällig. Konflikte wurden mit Witz geklärt und brachten das Publikum immer wieder zum Schmunzeln. Am Ende wurden die kleinen Darsteller mit begeistertem Beifall belohnt.

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