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100 Jahre Kita St. Adelheid: Kita St. Adelheid verschiebt Feier zum Jubiläum

100 Jahre Kita St. Adelheid : Kita St. Adelheid verschiebt Feier zum Jubiläum

100 Jahre Kita St. Adelheid: Eigentlich wollten die Kita-Leitung, die Erzieher und Eltern sowie die Gemeinde mit den Kindern ein großes Fest feiern. Wegen der Corona-Pandemie soll es Projektwochen im kleinen Rahmen geben – und zu einem späteren Zeitpunkt die Einweihung.

Gründe zum Feiern hat es in den vergangenen Monaten mehr als genug gegeben. Im Sommer 2019 bezog die Kindertagesstätte (Kita) St. Adelheid in Pützchen ihren Neubau. Jetzt, im Mai, sollte das 100-jährige Bestehen der Einrichtung mit einem großen Fest, gemeinsam mit dem ganzen Ort, begangen werden. Am 3. Mai 1921 hatten die Ordensfrauen vom Heiligen Herzen Jesu den Kindergarten auf dem damaligen Karmel-Gelände eröffnet. Doch Corona machte einen Strich durch die Rechnung.

Dennoch lassen sich Kinder und Erzieher nicht entmutigen. „Es ist zwar schade, dass wir alles absagen mussten“, sagt Einrichtungsleiterin Cornelia Wisser-Klein im GA-Gespräch. „Aber wir befinden uns gerade im Notbetrieb, weshalb nur wenige Kinder kommen. Wir warten einfach, bis alle wieder da sind“, so die Pädagogin. „Auch die Eltern wären enttäuscht, wenn sie nicht mitfeiern könnten, zumal einige von ihnen früher selbst unsere Kita besucht haben“, sagt sie. Normalerweise besuchen 87 Kinder die Einrichtung, aktuell sind es 57.

Kinder und Eltern pflanzen Sommerblumen

Nach dem Einzug in den Neubau auf dem Klostergelände war für 2020 die Einweihung vorgesehen. Die Feier musste aufgrund der Pandemie abgesagt werden. Und Corona bestimmt weiter den Alltag, auch in der Kita St. Adelheid. Dennoch fiel nun das 100-jährige Jubiläum nicht ganz aus: Kinder und Eltern pflanzten nacheinander Sommerblumen in drei großen Beeten auf der Wiese vor dem Gebäude, die zusammen die Zahl 100 darstellen. Die Kita-Vertreter sehen den Vorteil des großen Geländes. „Hier kommen die Kinder täglich mit der Natur in Berührung. Sie beobachten Pflanzen und Tiere und erfahren den Wechsel der Jahreszeiten. Gleichzeitig lernen sie, verantwortungsvoll mit der Natur zu leben und umzugehen“, so die Leiterin. Und ganz nebenbei können sie auf dem großen Außengelände nach Herzenslust toben.

Aufgrund der weitläufigen Gartenanlage konnten die St.-Adelheid-Kinder im vergangenen Herbst sogar ihr Martinsfest feiern. Dafür hatten Erzieher und Eltern draußen einen Parcours aufgebaut. An verschiedenen Stationen erfuhren die Kinder etwas über das Leben des Heiligen.

Einige Erzieherinnen besuchten als Kinder die Kita

Auch der Bezug der Kita in den Ort hinein ist nachvollziehbar. Viele Bewohner, die heute Eltern oder Großeltern sind, hatten einst selbst die Kita besucht. „Wir haben sogar Kolleginnen, die früher hier waren“, erzählt Wisser-Klein.

Abgesagt worden ist nun auch das für den 29. Mai geplante große Geburtstagsfest. Jetzt planen Eltern und Erzieher, das Jubiläum später mit verschiedenen kleineren Projekten über Wochen hinweg zu feiern. Beispielsweise mit einer Technikausstellung, bei der die Kinder ganz unterschiedliche Haushalts- und Arbeitsgeräte kennenlernen werden, die einst Groß- sowie Urgroßeltern genutzt hatten. Eines ist der Gemeinde jedoch ganz besonders wichtig. Sobald es wieder erlaubt ist, soll auch der Neubau gesegnet werden.