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Kulturamt Bonn bietet „Musik für die Stadt: Brückenedition": Konzerte unter der Kennedybrücke

Kulturamt Bonn bietet „Musik für die Stadt: Brückenedition" : Konzerte unter der Kennedybrücke

Am Samstag startete die Fortsetzung der Konzertreihe „Musik für die Stadt: Brückenedition" des Bonner Kulturamtes.

Immer wieder schauten Menschen mit neugierigen Blicken über die Brüstung der Kennedybrücke herab. Passanten hielten an und lauschten den Künstlern am Wegesrand.

Fünf verschiedene Musikgruppen aus Bonn haben am Samstag ab 12 Uhr kurze Konzerte am Rheinufer unter der Kennedybrücke gegeben. Die ersten drei Bands spielten am Hans-Steger-Ufer in Beuel, die übrigen am Moses-Hess-Ufer auf der anderen Seite des Rheins. Organisiert wurde die Veranstaltung vom Kulturamt der Stadt Bonn.

Unter dem Titel „Musik für die Stadt: Brückenedition" spielen 18 Musiker und Bands aus Bonn an allen Samstagen und dem letzten Sonntag im November insgesamt 30 Konzerte. Diese dauern zwischen 30 und 45 Minuten. Insgesamt hatten sich mehr als 60 Musikgruppen unterschiedlicher Genres auf die Ausschreibung des Kulturamtes beworben.

Die überdachten Spielorte bieten Schutz vor Regen, bieten aber gleichzeitig ausreichend Platz, um einen ausreichenden Abstand halten zu können. Bereits im Sommer veranstaltete die Stadt Bonn eine erste Konzertreihe mit 64 Auftritten im öffentlichen Raum. Ziel der Aktion ist es, Bonner Profimusikern, die während der Pandemie nicht spielen konnten, Auftritte zu ermöglichen.

Bei den Passanten kamen die Konzerte gut an. "Wir sind hier zufällig mit dem Fahrrad vorbeigefahren und haben einen Zwischenstopp gemacht, weil uns die Musik gefallen hat", erzählte Dirk Schneider. „Ich finde es gut, dass die Künstler hier spielen können. Bislang hatten sie während der Corona-Pandemie nur selten die Gelegenheit dazu".

Einen ähnlichen Eindruck hatte auch Brigitte Engelmann. Sie hört gern Live-Musik und erfuhr auf Facebook von den Konzerten. „Ich gehe gern in Beuel spazieren, da hat das natürlich gut gepasst", sagte sie. „Es ist alles gut, was den Menschen in der Krise ein Stück Normalität zurückgibt. Kultur und vor allem die Musik spielen da eine wichtige Rolle", ergänzte sie. „Daher ist es schön, dass die Menschen hier einfach kostenlos vorbeikommen können".

Auch die Künstler äußerten sich positiv zur Konzertreihe des Kulturamtes. Isabel Kolossa, Sängerin der Gruppe Janisa Music sagte: „Es ist eine tolle Chance, dass lokale Bands hier unkompliziert auftreten können". Wegen der unterschiedlichen Genres sei für jeden etwas dabei. „Es hat einen gewissen Charme, wenn man nicht genau weiß, was auf einen zukommt". Auch die Künstler profitieren von der Vielfalt. „Wir kennen einige der Musiker zwar schon, können uns hier aber noch besser kennenlernen", erklärt János Warnusz.

„Hier mitzumachen ist eine Ehrensache für die Heimat", fasst der Gitarrist zusammen. Da stört es ihn auch nicht, dass die Auftritte nur 45 Minuten dauern. „Manchmal fahren wir für drei Lieder auf einer Hochzeit oder Taufe bis nach Düsseldorf", erklärt er. „Von hier aus kann ich fast mein Haus sehen".

Die Konzerte der Brückenedition starten an den Novembersamstagen jeweils um 12 Uhr, am letzten Sonntag um 11 Uhr. Am kommenden Samstag, 13. November, startet die Veranstaltung erneut auf der Beueler Rheinseite. Die Spielpläne sind online unter www.bonn.de/musik-fuer-die-stadt abrufbar.