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Mit Hilfe von 253 Jecken aus Beuel: Liküra-Prinzessin Carina I. hat Beethovens zehnte Sinfonie vollendet

Mit Hilfe von 253 Jecken aus Beuel : Liküra-Prinzessin Carina I. hat Beethovens zehnte Sinfonie vollendet

Beethovens zehnte Sinfonie ist unvollendet geblieben. Bis jetzt: Mit Hilfe von 253 Karnevalsfreunden hat Liküra-Prinzessin Carina I. die Noten der Sinfonie erweitert.

Beethovens zehnte Sinfonie ist unvollendet geblieben. Bis jetzt: Mit Hilfe von 253 Karnevalsfreunden hat Liküra-Prinzessin Carina I. die Noten der Sinfonie erweitert. Carina Pütz nennt das Werk die „11. Sinfonie“ und widmet es dem berühmten Bonner Komponisten (1770 bis 1827). Knapp ein halbes Jahr dauerte die jecke Aktion.

Am Tag ihrer Krönung am 11. Januar begann Pütz damit – getreu ihrem Karnevalsmotto „Im Beethovenjohr sin mer jeck wie nie, drum schrieve mer in Liküra die 11. Sinfonie“. Jetzt können Interessierte das Werk, die „Vollendete“, auf den Seiten des Liküra-Festausschusses bei Instagram und Facebook bewundern.

Dabei gab Pütz eigentlich nur eine Note vor. Während der Krönung durfte sich daraufhin jeder Gratulationsgast beteiligen und konnte eine Note auf eines der vorbereiteten Notenblätter kleben, darunter auch der Bonner Oberbürgermeister Ashok Sridharan. Und Pütz versprach schon damals: „Nach meiner Krönung werde ich bei jedem Auftritt den jeweiligen Sitzungspräsidenten und weitere Ehrengäste um eine Note bitten.“ Insgesamt kamen so 253 Noten zusammen. Dabei konnten die Beteiligten jeweils in einem Karton aus Noten zum Aufkleben auswählen und nach Belieben setzen. Während der Krönungsfeier merkte Sridharan dazu an: „Heute haben wir schon eine wundervolle Ouvertüre erlebt. Man darf auf die ‚Vollendete‘ gespannt sein.“

Jan Clever, Berufsmusiker und ein Freund der Familie Pütz, machte sich dann die Mühe, die Noten einzeln in ein Computerprogramm zu übertragen. „Ich habe aber nichts verändert“, sagte er und fügte mit einem Augenzwinkern hinzu, an der Komposition deshalb nicht beteiligt gewesen zu sein. Die Fertigstellung sei indes eine Herausforderung gewesen. Denn auffallend sei, dass viele der Beteiligten sich Sechzehntelnoten ausgesucht hätten. Und so wie sie gesetzt gewesen seien, hätten sie nicht in ein Taktschema gepasst. Warum ausgerechnet diese Note so gefragt war, kann sich Clever erklären. „Weil sie so schöne Fähnchen hat“, mutmaßte er.

Das Notenprogramm am Computer zeichnete die eingegebenen Noten dann auf – und kann sie nun gemeinsam abspielen. Clevers Urteil: „Klingt nicht so schlecht, wie das Notenbild hätte erwarten lassen.“ Auf alle Fälle sei diese „Sinfonie“ wesentlich aussagekräftiger und vor allem länger als die legendäre ‚Hurz’-Sinfonie von Hape Kerkeling. „Wenn sich jetzt ein guter Arrangeur dransetzen würde, dann könnte man daraus noch etwas machen“, fügte Clever hinzu. Doch das möchte Pütz nicht. „Das ist das Werk, das ich versprochen habe, und das soll so bleiben. Das ist das Original.“

Ein Film dokumentiert die Entstehungsgeschichte zur jecken Sinfonie „Die Vollendete“. Dieser ist bei Facebook zu sehen: https://de-de.facebook.com/festausschuss.likuera.