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Herbstferien-Programm: Nachhaltigkeit und Fahrt zur Gedenkstätte

Herbstferien-Programm : Nachhaltigkeit und Fahrt zur Gedenkstätte

Der „Kleine Muck“ bietet zwei Aktionen für Jugendliche in den Herbstferien an: Einen Workshop zu Nachhaltigkeit sowie eine Gedenkstättenfahrt nach Berlin.

Zwei sehr unterschiedliche Aktionen für Jugendliche zwischen 14 und 19 Jahren plant der „Kleine Muck“ für die Herbstferien: zum einen die „Nachhaltigkeits-Tage“ mit Do-It-Yourself-Workshops im internationalen Austausch mit einer Gruppe aus Tunesien; zum anderen eine Gedenkstättenfahrt nach Berlin mit dem Besuch von Sachsenhausen.

Was bedeutet überhaupt Nachhaltigkeit und wie kann ich im Alltag nachhaltiger leben? Diesen Fragen soll bei den Nachhaltigkeits-Tagen vom 10. bis zum 14. Oktober im Schwarzpappel Hof, einem gemütlichen Seminarhaus im Naturpark Westerwald, in unterschiedlichen Workshops nachgegangen werden.  Die Jugendlichen lernen dabei, wie viele Produkte ganz einfach selber hergestellt werden können und was alles viel zu schade ist, um es wegzuschmeißen. „Aus Alt mach Neu“, lautet die Devise, so Jule Knop vom Kleinen Muck, die Ansprechpartnerin und Organisatorin. „Vielleicht habt ihr ja auch Bock auf Yoga?“ stellt sie ein weiteres Angebot fragend in den Raum.

Austausch mit Jugendlichen in Tunesien

Von den eigenen Gedanken zum Thema Nachhaltigkeit soll digital der Blick auf eine Gruppe aus Tunesien geworfen werden, mit der vor Corona ein reger persönlicher Austausch stattgefunden hat. „Die Jugendlichen aus Tunesien werden sich im selben Zeitraum ebenfalls mit dem Thema beschäftigen, sodass wir unsere Ideen, Gedanken und Ansichten teilen können“, kündigt Knop an. Außer dass die deutschen Teilnehmer ein paar Worte arabisch lernen werden, verspricht sie auch noch eine Koch-Challenge mit den Jugendlichen in Tunesien. „Wir kochen Tunesisch und die tunesische Gruppe muss ein klassisches deutsches Gericht wie Kartoffelsalat zubereiten.“ Die Teilnahmegebühr beträgt 40 Euro.

Bei der zweiten Herbstferienaktion führt der „Kleine Muck“ die Jugendlichen vom 19. bis zum 24. Oktober zu einer Gedenkstättenfahrt per Zug nach Berlin. Zehn Jugendlichen und zwei Betreuer bzw. Betreuerinnen werden dort in die Geschichte des Zweiten Weltkrieges eintauchen und gemeinsam eine Brücke zur Gegenwart schlagen. „Während unserer Zeit in Berlin, wollen wir das ehemalige Konzentrationslager, sowie die heutige Gedenkstätte Sachsenhausen besuchen“, kündigt Projektleiterin Jule Knop an.

Stadtspaziergang des Erinnerns

Zudem steht ein Stadtspaziergang des Erinnerns auf dem Programm, sowie ein Besuch in dem Museum Topografie des Terrors. „Um nicht in der Vergangenheit hängen zu bleiben und die Gegenwart mit einzubeziehen, wird es thematisch unterschiedliche Workshops geben“, verspricht Knop. Übernachtet wird in einer Gemeinschaftsunterkunft. Das gesamte Programm soll gemeinsam bei einem Vorbereitungsseminar am 09. Oktober durchgegangen und im Detail geplant werden. Auch für diese Aktion beträgt die Teilnahmegebühr 40 Euro.

Der „Kleine Muck“ hat eine Förderung für die Fahrt aus Mitteln der Kinder-und Jugendplanes (KJP) des Landes NRW erhalten, sodass die Gebühr so gering gehalten werden konnte.

Anmeldungen für beide Ferienaktionen nimmt Jule Lilo Knop, Pädagogische Fachkraft, unter jule.knop@kleiner-Muck.de oder ☎  0175/9078 603 entgegen. „Es gilt das alte Sprichwort: wer zuerst kommt, malt zuerst“, sagt sie.