1. Bonn
  2. Beuel

Theaterpaten starten wieder durch: Reise ins All mit der „Mission Leika“

Theaterpaten starten wieder durch : Reise ins All mit der „Mission Leika“

Unter dem Motto „Theater für dich und mich“ führt die Bürgerstiftung Bonn in Kooperation mit der Jungen Theatergemeinde Bonn seit 2008 ein Theaterpatenprojekt durch. Nach einer Corona-Pause geht es endlich weiter.

Darauf haben 40 Kinder aus fünf Bonner Grundschulen sehnsüchtig gewartet: Endlich durften sie mit Theaterpaten ins Theater Marabu gehen, um dort bei der „Mission Laika“ eine abenteuerliche Reise ins Weltall mitzuerleben. Im letzten Jahr fanden Corona-bedingt keine Aufführungen statt. Umso mehr freuen sich alle Beteiligten darüber, dass es jetzt endlich wieder losgeht, auch wenn entsprechende Schutzmaßnahmen weiterhin beachtet werden müssen.

Unter dem Namen „Theater für dich und mich“ führt die Bürgerstiftung Bonn in Kooperation mit der Jungen Theatergemeinde Bonn seit dem Jahr 2008 ein Theaterpatenprojekt durch. Gemeinsam entwickelte man unter Einbeziehung des Kinderschutzbundes und des Jugendamtes der Stadt Bonn das Konzept. Die Idee des Projektes ist es, Grundschulkindern des dritten und vierten Schuljahres, die sonst kaum Möglichkeiten zu Theaterbesuchen gehabt hätten, erste Theaterbesuche zu ermöglichen.

Begleitung bei Aufführung und Übernahme der Kosten

Die teilnehmenden Kinder werden von den Schulen ausgewählt. Jedes Kind bekommt für eine Theatersaison „seinen“ Paten, der mit ihm die Aufführungen besucht und auch die Kosten übernimmt. Die Bürgerstiftung Bonn unterstützt das Projekt finanziell, damit die Karten günstiger angeboten werden können. Teilnehmende Schulen sind derzeit die Elsa-Brändström-Schule (Tannenbusch), die Gotenschule (Plittersdorf), die Jahnschule (Graurheindorf), die Kettelerschule (Dransdorf) und die Marktschule (Pützchen).

Besucht werden in dieser Spielzeit fünf Stücke im jungen Theater Bonn, Theater Marabu und beim Theater Bonn. Die Bürgerstiftung kümmert sich insbesondere um die Gewinnung von Paten, die Theatergemeinde stellt die Patenabos zusammen, vermittelt die Karten und organisiert, wenn möglich, Nachgespräche mit den Theaterschaffenden.

Schulleitungen erkennen mehr sprachliche Kompetenz

Das Projekt beginnt immer mit einem Kennenlerntreffen von Kindern, Eltern und Paten in der jeweiligen Schule. Kind und Pate bilden für die ganze Saison ein ‚Tandem‘. Die Kinder bringen zu den Theaterbesuchen ihr „Theaterbuch“ mit, in dem alle Stücke aufgeführt sind und in das sie eigene Notizen eingetragen oder Bilder gemalt haben und in das sie sich Autogramme holen können.

„Alle Schulleitungen bestätigen eine deutliche Steigerung der sprachlichen und kommunikativen Kompetenz der Schülerinnen und Schüler“, so Elisabeth Einecke-Klövekorn, Vorsitzende der Theatergemeinde Bonn. Die Kinder erleben ihre Teilnahme am Projekt als Auszeichnung. Positiver Nebeneffekt: die Wahrnehmung der Theater, insbesondere der Kindertheaterszene, wird gefördert.