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Rheinaue in Beuel: Verwaltung lehnt großen Spielplatz ab

Pläne für den Stadtbezirk : Verwaltung lehnt großen Spielplatz in Beueler Rheinaue ab

Eine neue Veranstaltungsbühne oder auch ein großer Spielplatz für die Rheinaue: Die Wunschliste der Bezirksvertretung für Beuel war lang. Doch nicht alles kann umgesetzt werden. Ein Überblick.

Manche Wünsche lassen sich nur schwer umsetzen. Das musste jetzt die Bezirksvertretung Beuel in ihrer August-Sitzung erfahren. Die Bezirksverwaltung legte den Politikern in der letzten Sitzung der Wahlperiode eine Liste mit dem Zwischenstand der sogenannten Feuerwehrtopf-Projekte vor. Im Dezember 2019 hatte die Bezirksvertretung eine lange Wunschliste beschlossen, weil der Feuerwehrtopf mit Geld prall gefüllt war. „Die Politik hat ihre Wünsche klar formuliert. Was umsetzbar ist, muss die Verwaltung uns sagen“, erklärte Bezirksbürgermeister Guido Déus. Hier nun der Zwischenstand:

Denkmalsicherung: 30.000 Euro stellt der Stadtbezirk für die Einzäunung der Burgruine „Steiner Häuschen“ in Oberkassel zur Verfügung. Die Stiftungsgesellschaft des Arboretum Park Härle prüft derzeit, wie das benachbarte Gelände in den Park eingebunden und anschließend gestaltet werden könnte. Danach erfolgt die erforderliche Abstimmung mit der Stadt Bonn.

■ Schmutzecke am Rathaus: Die Einzäunung des Stromkastens neben dem Restaurant Giovanni ist in Auftrag gegeben. 5000 Euro investiert der Stadtbezirk, um die Pinkel- und Müllecke zu beseitigen. Die Bezirksverwaltungsstelle Beuel hat das Projekt mit dem Eigentümer des Facharztzentrums abgestimmt.

Begrünung: Für Bäume auf dem Rathausvorplatz sowie dem Konrad-Adenauer-Platz stellt der Stadtbezirk bis zu 5000 Euro bereit. Der Baum für den Beueler Rathausvorplatz steht schon. Die Bäume für das Dreieck am Konrad-Adenauer-Platz sind bestellt. Ein genauer Termin steht noch nicht fest, da die Lieferung der Töpfe derzeit nicht planbar ist.

Bühne: Noch in diesem Jahr will die Verwaltung eine neue Veranstaltungsbühne für den Stadtbezirk bestellen. Die Kosten liegen bei circa 25.000 Euro. Parallel dazu befindet sich die Verwaltung in der internen Abstimmung, ob eine Vermietung an Vereine möglich ist. Hier sind neben der rechtlichen Beurteilung auch noch mehrere andere Punkte wie Haftung, Versicherung und wirtschaftliche Betätigung der Verwaltung intensiv zu prüfen.

Spielfläche: Nach Prüfung der Sachlage hat die Verwaltung mitgeteilt, dass der Wunsch der Politik nach einem Generationen-Spielplatz in der Nähe des Hariboschiffs in der Beueler Rheinaue nicht umsetzbar ist. Aus denkmalpflegerischen Gründen sei eine Überfrachtung der Grünfläche mit solchen Angeboten nicht genehmigungsfähig. Als alternativen Standort könnten kleine, bereits aufgegebene Spielstandorte in der Rheinaue  reaktiviert werden. Diese Spielstandorte bestehen aus kleinen Sandflächen mit Pflasterwällen und kleinen befestigten Flächen mit Sitzgelegenheiten. Die Politik muss nach der Kommunalwahl am Sonntag, 13. September, entscheiden, ob sie die ursprünglich eingeplanten 30 000 Euro dafür ausgeben will.

Reparatur: Für ungefähr 15.000 Euro wird der Brunnen im Park am Mehlemschen Haus an der Rheinaustraße reaktiviert werden.

Freizeit: Für etwa 5000 Euro wurde die Boulebahn auf dem Dorfplatz in Küdinghoven wieder instandgesetzt und in Betrieb genommen.

Sanierung: Für Ende September ist der Einbau des neuen Mühlrades für die Holzlarer Mühle geplant. Das alte Mühlrad wurde bereits ausgebaut. Hierfür stellt der Stadtbezirk 20.000 Euro bereit.

Skulptur: Mit 8000 Euro fördert der Stadtbezirk den Bau und die Aufstellung der Skulptur „Beueler Familie“ am Rheinufer. Das Land NRW hat  ebenfalls aus dem Topf „Heimatförderung“ Geld in Aussicht gestellt. Das Genehmigungsverfahren läuft noch.

Energie: Spätestens im Oktober werden die Stadtwerke Bonn einen Stromkasten auf dem Konrad-Adenauer-Platz installieren. Dieses Projekt unterstützt der Stadtbezirk mit 5000 Euro.

Beleuchtung: Anfang September soll die neue Beleuchtung am Konrad-Adenauer-Platz fertiggestellt sein. Die Kostenbeteiligung des Stadtbezirks liegt bei 5000 Euro. Die bessere Ausleuchtung des Bröltalbahnradwegs ist erfolgt. Dafür hat der Stadtbezirk mehr als 13 000 Euro bezahlt.