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"Bönnsche Chinese" feiern im Brückenforum: Rheinischer Karneval trifft auf chinesische Tanzkunst

"Bönnsche Chinese" feiern im Brückenforum : Rheinischer Karneval trifft auf chinesische Tanzkunst

Die Kultur- und Karnevals-Gesellschaft "Bönnsche Chinese" feiert im ausverkauften Brückenforum eine gelungene Premiere

Eine Kombination aus rheinischem Karneval und chinesischem Kulturtanz - das hatte in Bonn wohl noch niemand gesehen. Am Mittwochabend ging die Premiere mit großem Erfolg im Brückenforum über die Bühne: Der China Overseas Exchanges Verband und der Bund der Chinesen in Deutschland begrüßten die zahlreichen Zuschauer, die schon lange im Voraus fast alle verfügbaren Karten gekauft hatten, zu einer chinesischen Kulturveranstaltung mit Karnevalseinflüssen.

Die Kultur- und Karnevalsgesellschaft Bönnsche Chinese, die die Veranstaltung unterstützte, wurde erst im Juni dieses Jahres gegründet und freute sich besonders über die Teilnahme des Honghe Red River State Gesang- und Tanzensembles aus der chinesischen Provinz Yunnan. Die mehrfach ausgezeichnete Gruppe gastierte mit ihrem Programm bereits in mehr als 30 Ländern und schaute zwischen einem Auftritt in Berlin und in der Schweiz in Bonn vorbei. "Dass die Gruppe sich hier präsentiert, finde ich toll", so der Vorsitzende des Vereins Bönnsche Chinese, Werner Knauf.

Der junge Verein vereint die chinesische Kultur mit rheinischem Karneval und kann seit der Gründung vor drei Monaten bereits 107 Mitglieder verzeichnen. Der Anteil der Chinesen und Deutschen ist "halb halb", so Knauf. Der Präsident des Vereins, Jin Jian Shu, ist Chinese: "Ich bin sehr froh darüber, dass so viele Leute gekommen sind."

Neben dem Verein Bönnsche Chinese war auch die Karnevalsgesellschaft Wiesse Müüs vertreten. Sie kam mit ihrem Mäuseballett. Ehrengäste waren Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch, Vize-Konsul Wang Xiting vom chinesischen Generalkonsulat in Frankfurt und Wang Shitong vom China Overseas Exchanges Verband.

Das Honghe Red River State Tanzensemble zeigte sein Können: So tanzte die Yi-Nationalität ihren A'xi-Tanz unter dem Mond und die Ha'ni-Nationalität den Silberfasan und Palmen. Auf dem Speiseplan stand natürlich nichts anderes als Chinesisch.