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S13-Ausbau in Vilich: Projektleiter der Deutschen Bahn beantwortet Fragen

Projektleiter der Deutschen Bahn : „Wir wissen, dass wir den Vilichern einiges zumuten“

Bei der Bürgerversammlung der Stadt zur S13-Baustelle in Vilich stand Jens Sülwold, zuständiger Projektleiter bei der Deutschen Bahn, den Anwesenden Rede und Antwort. Er kann den Ärger der Vilicher nachvollziehen.

Die Verlängerung der S13 von Troisdorf nach Oberkassel trifft seit Monaten vor allem die Bewohner von Vilich hart. Baulärm, Staubentwicklung, Straßenschäden, Verkehrssperrungen und Umleitungen nerven die Bürger. Über den aktuellen Stand der Beschwerdelage und den Baufortschritt sprach Jens Sülwold, bei der Deutschen Bahn (DB) zuständiger Projektleiter für die S13, mit Holger Willcke.

Können Sie den Ärger der Vilicher nachvollziehen?

Sülwold: Teilweise schon. Es ist schon ein dickes Brett, was wir in Vilich bohren. Wir wissen, dass wir den Vilichern einiges zumuten. Das Problem ist, dass die S13 nicht auf einer grünen Wiese, sondern mitten durch bewohntes Gebiet führt. Gleichermaßen bringt das Projekt enormen Mehrwert, Deutschland braucht eine starke Schiene für die grüne Verkehrswende – besonders in hoch frequentieren Bereichen wie dem Knoten Köln.

Wie viele Beschwerden erhält die Deutsche Bahn?

Sülwold: Ich kann keine genaue Zahl nennen, aber meine Kollegen sind ständig damit beschäftigt, Bürgern zu helfen und Anregungen aufzunehmen. Ich bin aber positiv davon überrascht. Fast immer finden wir einen sehr konstruktiven Umgang mit den Bürgern, das nehme ich als sehr positiv wahr und das verdient Anerkennung und Respekt, wie ruhig und verhalten sich die Bürger äußern.

Wie schnell kann die DB auf Beschwerden reagieren?

Sülwold: Wir reagieren in der Regel sofort und versuchen sogar, Mitarbeiter vor Ort zu entsenden. Bei vielen Beschwerden können wir schnell helfen. Manche Probleme lassen sich leider aber auch gar nicht beheben.

Wie lange muss Vilich noch unter den Folgen der Bauarbeiten stöhnen?

Sülwold: Leider noch einige Zeit. Ausbau bedeutet immer auch Arbeit, nur so können wir die Schiene für unsere Fahrgäste stärken. Vielleicht bis Ende 2025, eher aber bis 2026. Dann fahren die ersten Schnellbahnen.

Liegen die Bauarbeiten im Zeitplan?

Sülwold: Ja, wir kommen gut voran. 2026 wird die S13 bis Beuel, 2028 bis Oberkassel fahren.

Wann wird das Güterbahnhofsgebäude in Beuel-Mitte versetzt?

Sülwold: Das sollte eigentlich schon längst geschehen sein, aber es steht noch eine Genehmigung aus. Wir gehen derzeit von 2021 aus.