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Eltern sollen mit aufs Board: So geht es mit dem Skatepark in Beuel weiter

Eltern sollen mit aufs Board : So geht es mit dem Skatepark in Beuel weiter

Seit knapp zwei Monaten ist der Skatepark in Beuel in Betrieb. Zeit für den Vorsitzenden des Vereins "SuBculture" eine erste Bilanz zu ziehen und einen Ausblick auf die weiteren Pläne zu geben - mit Skateyogakursen und einer Bike-Strecke.

Heute schon auf dem Board gestanden?

Philipp Nehren: Nein, bisher leider noch nicht. Aber ich habe mir vorgenommen, täglich mindestens 15 Minuten zu skaten.

Seit Anfang August ist der Skatepark geöffnet und wird sehr gut besucht. Haben Sie mit dieser Akzeptanz gerechnet?

Nehren: Ja. In Bonn gibt es eine große Szene mit vielen sehr guten Skatern. Die Nachfrage nach einer hochwertigen Anlage war hoch. Der Verein leistet gute Arbeit, wir haben ein schlüssiges Konzept vorgelegt und unsere Ziele klar definiert. Zudem konnten wir auf ein hervorragendes Netzwerk zurückgreifen, das wir uns in 15 Jahren aufgebaut haben.

Kann jeder kommen oder steht die Anlage ausschließlich Vereinsmitgliedern offen?

Nehren: Nein, jeder ist willkommen. Freitags haben abends allerdings nur Vereinsmitglieder Zugang. Aber wir haben ganz bewusst einen Ort geschaffen, den alle nutzen sollen. Nicht nur Skater. Hier kann man in einer einzigartigen Atmosphäre etwas trinken oder essen. Wir haben neben der rund 900 Quadratmeter großen Skate-fläche auch ein schönes Gebäude, in dem wir in Zukunft verschiedene Events planen.

Beispielsweise?

Nehren: Wir werden Skateyogakurse anbieten, Konzerte sowie Poetry-Slam-Abende, Lesungen und ein Halloweenfest organisieren.

Skateyoga? Was verbirgt sich dahinter?

Nehren: Das lehnt sich an das normale Yoga an, im Fokus stehen allerdings die Körperpartien, die beim Skaten besonders beansprucht werden.

Und aus sportlicher Sicht?

Nehren: Die erste große Sportveranstaltung findet am 30. September statt. Dann wird der „Titus Bonn 20 years anniversary Contest“ ausgetragen. Wer teilnehmen will, der erfährt auf der Homepage des Vereins Näheres. Unter dem Titel „Early Bird“ wollen wir Eltern und Kindern die Möglichkeit geben, abseits der normalen Öffnungszeiten erste Versuche mit dem Board zu unternehmen. Zudem werden wir einen Girls' Day organisieren und spezielle Angebote zu Inklusion und Integration machen.

Wie sieht es mit der Nachwuchsförderung aus?

Nehren: Bereits seit drei Jahren gibt es die Skateschule. Kinder und Jugendliche im Alter zwischen acht und 15 Jahren lernen die Basics. Wir hatten auch schon einen fast 60-jährigen Teilnehmer, der mit seinem Enkel gekommen ist.

Fertig ist die Anlage noch nicht, oder?

Nehren: Nein, aber es gibt bereits konkrete Pläne. Wir wollen noch Bowl-Landschaft und Pumptrack errichten (Anm. d. Redaktion: spezielle Mountainbike-Strecken). Wir können aber erst beginnen, wenn die Finanzierung steht. Derzeit fehlen 140 000 Euro. Der weitere Ausbau ist schon deshalb notwendig, um die Situation besonders an den Wochenenden zu entzerren. Samstag und Sonntag kommen besonders viele Besucher. Bis spätestens 2020 soll alles fertig sein. Denn dann ist in Tokio Skaten erstmals olympische Disziplin.

Es gibt also noch viel zu tun...

Nehren: Ja, aber mit Jim Romer, dem derzeit zweiten Vorsitzenden und meinem Nachfolger an der Vereinsspitze, habe ich einen kompetenten Helfer an meiner Seite. Wir haben viel geschaffen und werden auch in Zukunft die Ziele, die wir uns gesteckt haben, erreichen.