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Viele Bewerber für Pachtvertrag: So steht es um die Zukunft der Strandbar in Oberkassel

Viele Bewerber für Pachtvertrag : So steht es um die Zukunft der Strandbar in Oberkassel

Die Strandbar am Rheinufer in Oberkassel ist im Sommer bei Gästen überaus beliebt. Der Betreiber will weitermachen, doch es gibt auch viele neue Bewerber für die Pacht - und in Zukunft ist das Areal von der S-13-Baustelle betroffen.

Auch in den nächsten vier Jahren sollen sich die Bonner weiterhin in der Strandbar am Oberkasseler Rheinufer treffen und dort den Sommer genießen können. Bis zum vergangenen Donnerstag konnten Interessenten deshalb ihre Angebote und Ideen für den beliebten Treffpunkt einreichen. Wie viele Interessenten es für den Betrieb der Strandbar gibt, konnte die Stadt dem GA auf Anfrage noch nicht mitteilen, da das Bewerbungsverfahren noch nicht abgeschlossen sei. Nach GA-Informationen sollen es aber einige sein. Da das Areal vom Bau der S 13 betroffen ist, enthält der neue Vertrag ein Sonderkündigungsrecht. Die Konzession kann nur solange vergeben werden, bis die Baustelle für die neue Linie S 13 von Troisdorf nach Oberkassel an der Karl-Duwe-Straße eingerichtet wird. Dann entfällt nämlich die Zufahrt für die Strandbar. Wann die Arbeiten allerdings beginnen, ist noch nicht klar.

"Bei der Stadt Bonn gehen regelmäßig Anfragen von Interessenten für den Betrieb der Strandbar ein", erklärte Andrea Schulte vom städtischen Presseamt. Die Stadtverwaltung würde deshalb das Gelände in regelmäßigen Abständen ausschreiben, damit auch andere Interessenten die Möglichkeit haben, sich für den Betrieb der Strandbar zu bewerben und ihre Konzepte dort umsetzen können. Der bisherige Betreiber Oliver Klemp konnte sich laut Stadt auch wieder für den Betrieb der Strandbar bewerben.

"Natürlich habe ich mich wieder um die Strandbar beworben, sie macht mir wirklich sehr viel Spaß, und ich würde sie ungerne aufgeben", sagte Oliver Klemp dem GA. Er hat der Stadt ein komplett überarbeitetes Konzept überreicht. "Ich möchte die Strandbar in insgesamt drei Locations aufteilen. Einem überdachten Bar- und Restaurantbereich, einem Sportbereich und einer Feierfläche", so der 36-Jährige. Die kurzfristige Kündigungsfrist im neuen Vertrag sei allerdings problematisch. "Die Ungewissheit ist die Hölle", so der 36-Jährige. Seit 2014 betreibt er die Strandbar und ist unter anderem auch für die Bewirtung in der Bonner Oper und im Schauspielhaus in Bad Godesberg verantwortlich. Hätte es 2013 solche Rahmenbedingungen gegeben, hätte er sich nicht beworben, das finanzielle Risiko sei zu groß. "Ich habe nun aber schon die gesamte Infrastruktur vorhanden und alles genau kalkuliert, daher sollte es funktionieren", so der Geschäftsmann. Einen Katalog von Voraussetzungen mussten Interessenten nach der vorliegenden Auslobung berücksichtigen, wenn sie den Zuschlag erhalten wollen. Die Strandbar muss beispielsweise um 24 Uhr schließen. Es gibt aber auch Auflagen zur Lärmemission, das bedeutet unter anderem, dass die musikalische Lautstärke in den benachbarten Wohn- und Bürogebieten nicht stören darf. Zudem muss der Betreiber eine ganze Liste von Genehmigungen auf eigene Kosten einholen.

Wegen der Nachbarschaft zum seit 2018 denkmalgeschützten Rheinauenpark ist eine Erlaubnis der Bezirksregierung erforderlich. Für Strom- und Wasseranschlüsse an die Karl-Duwe-Straße hat der Betreiber selber zu sorgen. "Bisher war es kein Problem die notwendigen Genehmigungen zu bekommen, sofern die Bedingungen der Bezirksregierung Köln bei der Konzeptumsetzung berücksichtigt wurden", erklärte Andrea Schulte vom Presseamt. Bei dem erforderlichen Genehmigungsverfahren handle es sich vor allem um die Erfüllung der gesetzlichen Vorgaben des Hochwasserschutzes, so Schulte weiter.