1. Bonn
  2. Beuel

Nachkriegsbauten müssen weichen: Sozialer Wohnungsbau an der Beueler Friedensstraße

Nachkriegsbauten müssen weichen : Sozialer Wohnungsbau an der Beueler Friedensstraße

An der Friedensstraße in Pützchen-Bechlinghoven arbeiten seit Anfang der Woche die Bagger: Ein Ensemble von drei Nachkriegsbauten wird abgerissen, auf dem 1650 Quadratmeter großen Areal will das Bonner Wohnungsbauunternehmen Vebowag einen Neubau mit 25 öffentlich geförderten Mietwohnungen errichten.

Fünf der geplanten Wohnungen sollen eine Belegungsbindung für Flüchtlinge und Asylbewerber erhalten, so Vebowag-Vorstand Michael Kleine-Hartlage bei der Vorstellung des Projekts vor Ort.

16 Zweizimmer-Wohnungen mit jeweils zwischen 43 und 52 Quadratmetern Wohnfläche sowie acht Drei-Zimmer-Wohnungen in der Größe zwischen 65 und 72 Quadratmetern sind geplant. Dazu kommt noch eine größere Wohnung mit 83 Quadratmetern. Die Kaltmiete soll bei 6,25 Euro pro Quadratmeter liegen.

Alle Wohnungen erhielten einen barrierefreien Zugang und würden mit Fußbodenheizung, Bodenbelägen in Holzoptik, zeitgemäßen Bädern mit ebenerdigen Duschen ausgestattet, so der Vebowag-Vorstand. Außerdem verfügten alle entweder über einen Balkon oder eine Terrasse. Die Tiefgarage soll Platz für 17 Fahrzeuge bieten.

Eine Sanierung der Bestandsbauten, die sich auch zuvor im Besitz der Vebowag befanden, sei aus wirtschaftlichen und energetischen Gründen nicht infrage gekommen, so Kleine-Hartlage. Die Substanz sei auf dem für viele Nachkriegsbauten typischen Stand gewesen. Alle Mieter seien Zug um Zug in andere Objekte umgezogen.

Direkt ans Grundstück angrenzend wartet ein Betonrohbau seit vielen Jahren auf seine Fertigstellung oder – inzwischen wohl wahrscheinlicher – auf seinen Abriss. Die hässliche Bauruine ist vielen im Ort ein Dorn im Auge, und auch die Vebowag wäre durchaus daran interessiert gewesen, ihr Bauvorhaben entsprechend auszuweiten. Entsprechende Bemühungen seien aber schon im Vorfeld steckengeblieben, bedauerte Kleine-Hartlage.