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Sport im Park Bonn: Ansturm seit Beginn riesig

Mit Yoga gegen Corona-Speck : Ansturm bei Sport im Park in Bonn war riesig

Mit sechswöchiger Verspätung ist diese Woche der bei Jung und Alt beliebte Sport im Park angelaufen. Der Ansturm war riesig.

Yoga alleine zu Hause, ja, wenn es denn sein muss. Im Lockdown musste es sein, aber dass das den Leuten auf Dauer nicht gefällt, wurde diese Woche deutlich: Da fanden sich am Beueler Rheinufer an die 100 Menschen ein, die nach Anleitung von Bernd Lier von den Schwimm- und Sportfreunden Bonn (SSF) den „Sonnengruß“, den „herabschauenden Hund“ und den „Baum“ absolvierten. Sport im Park hatte mit sechswöchiger coronabedingter Verzögerung begonnen. Viele hatten anscheinend sehnsüchtig darauf gewartet.

So jedenfalls interpretierte Sandra Horschel vom Stadtsportbund Bonn den Zulauf, den nicht nur diese Yoga-Station hatte. Ähnlich viele Menschen hatte der SSB zum Auftakt auf der Hofgartenwiese gezählt, wo der Hochschulsport „Fit & Flex“ anbot. Beim Turn- und Kraftsportverein in Duisdorf waren es gut 30 Teilnehmer und beim Godesberger Turnverein im Kurpark an die 50. „Nach Corona wollen die Leute wieder Sport machen, draußen und mit anderen“, schloss Horschel.

Den „Drang nach draußen“ hatten auch Svenja aus Bonn und Danie aus Königswinter, die seit einigen Jahren jeden Montag zum Beueler Rheinufer nahe der SSF-Zentrale kommen, um mit Lier und vielen anderen Yoga zu machen. „Das ist endlich wieder etwas, das normal läuft“, meinte Danie. Der Sport unter freiem Himmel biete verglichen mit dem in den eigenen vier Wänden „mehr Ansporn, weil man nicht alleine ist“. Der Platz an der Beueler Promenade sei „wie Urlaub am Rhein“ und allemal besser als der Corona-Ausweichplatz an der Oper im vorigen Jahr. Und der Übungsleiter spreche sie ebenfalls an. „Das macht viel aus“, sagte Svenja.

Bis zum 17. September

Erstmals dabei waren die Bonnerin Doreen und die Beuelerin Michelle. Erstere hatte überhaupt noch nie Yoga gemacht und wurde von ihrer Freundin überredet, es mal zu versuchen. Michelle hatte immerhin schon Sport-im-Park-Erfahrung mit dem High Intensity Interval Training (HIIT) und mit Zumba und fand vor allem den Draußen-Faktor reizvoll. Für sie war es „der erste Sport nach der zweiten Impfung“. Doreen fand das Trainieren in großen Gruppen spannend. „Das motiviert total.“

Sie alle leitete Lier am Montag, der nicht nur Sommeranfang, sondern auch Welt-Yogatag war, an, wie sie die „Rostspuren aus Coronazeiten“ wegtrainieren können. Ein schönes Gefühl sei es, das wieder machen zu können und viele bekannte Gesichter zu sehen, sagte er vorher. Kerstin Freudenhammer von den SSF freute sich, dass dieses „familiäre Zusammentreffen“ wieder möglich ist. „Wir hätten nicht gedacht, dass das so kurzfristig auf den Tisch kommt.“

Bis voraussichtlich zum 17. September bietet der SSB mit seinen Partnern, den Bonner Stadtwerken, der Barmer, der Stadt Bonn und, neu dabei, der Volksbank Köln Bonn an allen Werktagen abends ab 18.30 Uhr unterschiedliche Sportarten an den vier Standorten an. Diese Woche soll noch Aquajogging und Yoga vormittags im Römerbad dazu kommen, ab nächste Woche auch die Aquafitness im Hardtbergbad. Horschel wies darauf hin, dass dort die Teilnehmerzahl coronabedingt auf 40 beschränkt sein könnte.

Infos zu den Standorten und dem Programm gibt es auf www.ssb-bonn.de sowie auf Flyern, die überall ausliegen.