Neubaugebiet Geislar-West Stadt, Politik und Bürgerverein einigen sich auf Einbahnstraßenring

GEISLAR · Nach mehr als vierjährigen Verhandlungen ist die Kuh vom Eis: Kurz vor Baubeginn haben sich die Stadtverwaltung, die Politik und der Bürgerverein auf eine Verkehrslösung im Neubaugebiet Geislar-West verständigt.

 Über diesen Weg soll der Baustellenverkehr rollen.

Über diesen Weg soll der Baustellenverkehr rollen.

Foto: Max Malsch

Der Baustellenverkehr wird über die Straße "Auf der Rötschen" bis zu den Grundstücken im Neubaugebiet und über die Verlängerung der Liestraße zurück auf die Niederkasseler Straße (L 16) fließen. Mit dieser Einigung kommt es nun doch zur vom Bürgerverein und der Politik geforderten Einbahnstraßenlösung.

Serge Mpouma, Vorsitzender des Bürgervereins, und Bürgermeister Reinhard Limbach (CDU) sind über die Vereinbarung sehr zufrieden. "Damit haben wir zumindest erreicht, dass die Verkehrsbelastung für die Anlieger um die Hälfte reduziert wird", sagte Limbach am Freitag in einem Gespräch mit dem GA. Und Mpouma ergänzte: "Und wir haben sicherstellen können, dass die gerade erst für viel Geld ausgebaute Straße 'Auf der Rötschen' nicht durch den Lastwagenverkehr schon wieder kaputt gefahren wird."

Die Stadt Bonn hat bereits mit der Erschließung des Geländes begonnen. Für Straßenbau, Beleuchtung, Begrünung und Straßenentwässerung hat die Fachverwaltung Kosten in Höhe von 2,25 Millionen Euro veranschlagt. Der Eigenanteil der Stadt liegt bei 225 000 Euro.

Die restlichen 90 Prozent der Kosten muss die Stadt nach dem Baugesetzbuch durch Erschließungsbeiträge refinanzieren. Die späteren Anlieger der Straße "Auf der Rötschen" (Abschnitt zwischen Julius-Palm-Straße bis zur Liestraße), Im Rübgarten, Cellitinnenstraße, Franz-Buchbender-Straße und Schwester-Melanie-Straße müssen bei eingeschossiger Bebauung 30 bis 33 Euro pro Quadratmeter Grundstücksfläche und bei zweigeschossiger Bebauung 39 bis 43 Euro bezahlen.

Die Haupterschließung des neuen Baugebiets erfolgt über eine 12,50 Meter breite Verlängerung der Straße "Auf der Rötschen" nach Süden. Diese Verlängerung folgt dem Verlauf des Lehwegs und mündet in Höhe des Feuerwehrhauses in die Liestraße. Für die bislang unbebaute Grünfläche sind 180 Wohneinheiten vorgesehen. Das bedeutet, dass Geislar ungefähr 400 Neubürger erwarten darf.

Die Stadtverwaltung wird nun für die nächste Sitzung der Bezirksvertretung Beuel die Lösung für das Verkehrsproblem in einer schriftlichen Mitteilung an alle Politiker erläutern. Nach eigenem Bekunden hat die Stadt sich mit der jetzt erzielten Einigung so schwergetan, weil sie befürchtet, dass der Lastwagenverkehr den befestigten Wirtschaftsweg kaputt fahren wird.

Eine Wiederherstellung wird laut Stadt rund 64 000 Euro kosten. Dem aber hielt der Bürgerverein entgegen, dass eine Reparatur der Straße "Auf der Rötschen" deutlich teurer würde.

Info

Die Sitzung der Bezirksvertretung Beuel beginnt am kommenden Mittwoch, 28. Januar, um 17 Uhr im Beueler Rathaus.

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