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Großübung in Beuel: Teilnehmerin: "Realistischer, als ich gedacht habe"

Großübung in Beuel : Teilnehmerin: "Realistischer, als ich gedacht habe"

Erleichtert verlässt Jana Schüffelgen den Raum im Notfallkrankenhaus unterhalb der Beueler Gesamtschule. Die 22-Jährige ist eine von 125 Darstellern, die bei der Großübung in Beuel eine Verletzte mimten.

"Es ist aufregend, so etwas zu spielen", sagt Schüffelgen, die im "richtigen Leben" eine Ausbildung bei der Stadt Bonn absolviert. "Es war realistischer, als ich gedacht habe."

Das Szenario, in das sie geraten ist, hat sie sich mit ihrer 54-jährigen Kollegin Brigitte Schurz, die am Samstag ihre Mutter darstellte, selbst ausgedacht. Am Beueler Bahnhof waren die beiden gerade damit beschäftigt, eine Lokomotive zu reparieren, als sie von dem Erdbeben überrascht wurden. Die beiden wurden in der Grube unterhalb des Fahrzeugs verschüttet und mussten auf Hilfe warten.

"Das war alles sehr echt und ich habe teilweise richtig zittern müssen", erzählt Schüffelgen und blickt auf ihre geschminkte, aber täuschend echt aussehende Armwunde. "Dass man nichts machen kann und auf Hilfe warten muss, das zehrt an den Nerven."

Und das, obwohl es sich um eine Übung handelte und die beiden die Grube jederzeit verlassen konnten. Auch ihre Kollegin ist sichtlich mitgenommen: "Ich bin fix und fertig, hatte 150 Blutdruck", erzählt die 54-Jährige.