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Klimaprojekte vor der Haustür: Vilich-Müldorf bekommt seinen eigenen Klimafonds

Klimaprojekte vor der Haustür : Vilich-Müldorf bekommt seinen eigenen Klimafonds

Alles dreht sich um den Klimawandel: Auch der Bürgerverein Vilich-Müldorf hat sich das Thema auf die Fahnen geschrieben. Zahlreiche Projekte werden auf dem dritten Klimatag am 20. März vorgestellt.

Der Bürgerverein veranstaltet am 20. März den dritten Klimatag in Vilich-Müldorf. „Unser Bunker-Dachgarten-Projekt ‚LoTGar‘ war der Auslöser dafür, dass wir uns mit dem Klimawandel auseinandergesetzt haben“, sagt Thomas Biedermann, Vorsitzender des Bürgervereins. Sämtliche Aktivitäten sind „coronakonform“ organisiert, so zum Beispiel die gemeinsame Aufräumaktion im Ort, die Vergabe der Hochbeete auf dem Bunkerdach sowie die Pflanzen- und Saatgut-Tauschbörse. Auch dieses Jahr können Vilich-Müldorfer Bürger Gartenerde an der Mühlenbachhalle abholen und mit einem Elektro-Lastenrad nach Hause fahren. Zusätzlich findet eine Mit-Mach-Aktion zum Thema Verkehr statt. Gernot Nürnberger, der an der am stärksten befahrenen Straße Vilich-Müldorfs „Am Herrengarten“ wohnt, ist gespannt: „Der Vorstand des Bürgervereins kam auf uns zu und gemeinsam überlegten wir, wie wir die Ideen sammeln könnten, damit die Autos tatsächlich nur die geforderten 30 Stundenkilometer fahren und nicht schneller.“ Alle Vilich-Müldorfer sind eingeladen, sich an der Ideenwerkstatt zu beteiligen.

Besonders freut sich Joachim Clemens darauf, den neu ins Leben gerufenen „Vilich-Müldorfer-Klimafonds“ vorzustellen. „Viele Menschen sind bereit, die durch sie verursachten CO2-Emissionen mittels klimafreundlicher Maßnahmen auszugleichen. Sie spenden dann Geld für Klimaprojekte, zumeist im Ausland. Wir haben nun eine Möglichkeit geschaffen, dies direkt in Vilich-Müldorf zu tun. So können die Spender bei ihrem Spaziergang durch den Ort direkt nachvollziehen, was mit ihrer Spende passiert.“ Die gespendeten Beiträge zur CO2-Kompensation fließen in einen Fonds zur Errichtung von Photovoltaik-Anlagen im Ort. Interessenten können einen Zuschuss von bis zu 500 Euro pro kWpeak (Maß zur Messung der Leistung von Photovoltaikanlagen) erhalten. „Das Konzept haben wir verschiedenen Fachleuten zur Bewertung vorgelegt, die das alle für schlüssig und unterstützenwürdig halten“, sagt Clemens.

Das Programm inklusive der online verfügbaren Vorträge, ist ab dem kommenden Wochenende auf www.bv-vilich-mueldorf.de zu finden.