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Letzte Vorbereitungen für Volksfest: Vorbereitungen für einen guten Start von Pützchens Markt

Letzte Vorbereitungen für Volksfest : Vorbereitungen für einen guten Start von Pützchens Markt

In den Vorgärten der Friedenstraße liegen Kabelrollen und Wasserleitungen, Bierzelte und Holzpodeste nehmen Gestalt an. Rufe schallen quer über die Straße, die Leitungen werden getestet.

Es ist Ausnahmezustand im beschaulichen Pützchen, denn es sind nur noch zwei Tage, bis Pützchens Markt beginnt und Besucher aus ganz Deutschland anreisen. Zwei Tage, bis sich der nächtliche Himmel über Pützchen im Schein der rund 500 Fahrgeschäfte und Attraktionen orange-gelb verfärbt und das freudige Kreischen der Besucher auf den Achterbahnen die Luft erfüllt.

Nichts spricht gegen einen erfolgreichen Start von Pützchens Markt

Bonns Marktmeister Günter Dick ist guter Dinge und kann es kaum erwarten, dass das Spektakel seinen Anfang nimmt. Seit Wochen ist das Marktamt auf dem Gelände unterwegs, um Stellplätze einzumessen und sie zu markieren. Aber Dick hat Grund, gelassen auf den Start vom 647. Pützchens Markt zu blicken, denn sie seien „gut im Zeitplan, die Logistik funktioniert“, erklärte Dick am Dienstag bei einer Pressekonferenz.

Neue und alte Attraktionen

[kein Linktext vorhanden]Viel hat der Marktmeister gar nicht zu sagen, schließlich gibt es keine Komplikationen. „Und das ist gut so“, sagte Dick. Viele große Geschäfte, so wie der City Skyliner, reisen heute an, damit sie genügend Zeit zum Aufbauen haben. „Da wird unsere Vorarbeit wichtig: Sie alle müssen zum richtigen Stellplatz geleitet werden.“ Den 81 Meter hohen Aussichtsturm konnten die Veranstalter zum ersten Mal für Pützchens Markt gewinnen. Neu im Angebot des Riesenrummels sind außerdem der Rock & Rollercoaster, die Geisterbahn Spuk, die Riesenschaukel Konga und viele mehr. Aber auch alte Gesichter, die immer gut ankamen und einfach zu Pützchens Markt gehören, sind unter den Fahrgeschäften: das Europarad, Octopussy oder die Wildwasserbahn.

Polizei und Ordnungsamt gemeinsam für die Sicherheit der Besucher

Während die Besucher an einer der vielen Bier- und Essensstände ihren Gaumen verwöhnen oder in der überkopfschaukel „Salto Mortale“ den Jahrmarkt von oben sehen, sind hundert Polizeibeamte im Einsatz, damit das so bleibt. Zum ersten Mal an Pützchens Markt koordinieren sie zusammen mit dem Ordnungsamt Einsätze von einer gemeinsamen Leitstelle aus. Auch zu Fuß sind immer ein Polizeibeamter und ein Mitarbeiter des Ordnungsamtes, uniformiert und weithin erkennbar, zu zweit unterwegs. „So kann die Polizei an doppelt so vielen Orten gleichzeitig das Geschehen im Auge behalten“, sagte Einsatzleiter Gerd Mainzer.

Im Kampf gegen Taschendiebe und Krawallmacher

Taschendieben und Krawallmachern will Mainzer mit Pützchens Markt gar nicht erst eine Plattform geben. Dabei arbeitet die Polizei Bonn mit der Bundespolizei zusammen: Die informiert, wenn bekannte Taschendiebe anreisen. Die Straftäter dürfen gar nicht erst auf das Gelände, denn „die kommen nicht zum feiern, sondern zum klauen“, so Mainzer. Weiter gehen die Stadt und die Polizei präventiv vor. In Bussen und Bahnen wird es wieder Warnhinweise zum Vorgehen der Taschendiebe geben und auch auf dem Gelände selbst werden die Besucher mit Durchsagen und Flugblätter immer wieder an die drohende Gefahr erinnert. Ebenso sollen Krawallmacher sofort Platzverweise bekommen oder in Gewahrsam genommen werden, bevor es überhaupt zu einer Schlägerei oder kaputten Geräten kommt.

Einsatzwagen zu Fuß und Hubschrauberlandeplatz

[kein Linktext vorhanden]Für alles andere ist die Feuerwehr zuständig. „Tausende Menschen auf kleinem raum- sowas ist immer eine Herausforderung“, sagte Einsatzleiter Jürgen Eck. Deswegen sind rund um die Uhr zwanzig seiner Mitarbeiter der Feuerwehr und des Rettungsdienstes auf dem Gelände einsatzbereit. Drei Löschfahrzeuge, ein Notarzteinsatzfahrzeug, zwei Rettungswagen und ein Einsatzwagen zu Fuß stehen unter seinem Kommando. Mit dem Einsatzwagen zu Fuß können die Mitarbeiter schnell und effektiv Verletzte aus der Menschenmenge befördern. Mit dem großen Rettungswagen geht das nicht. Für den Fall, dass es so richtig schnell gehen muss, gibt es Hubschrauberlandeplätze auf und am Gelände.

Verstärkte Alkoholkontrollen und Sonderbusse

Wer mit dem Auto zum Markt fährt, der sollte es zumindest auf dem Rückweg stehen lassen, wenn er dem ein oder anderen Bier im Bayernzelt zugesprochen hat. Die Polizei hat nämlich verstärkte Alkoholkontrollen angekündigt.

Dafür gibt es aber genug andere Möglichkeiten, nach einem aufregendem Abend in Pützchen sicher nach Hause zu kommen: Die Stadtwerke Bonn setzen eine Reihe von zusätzlichen Bussen und Nachtbussen ein. Service- und Verkaufsstellen gibt es direkt an der Friedenstraße und am Adelheidisplatz. Auch die Rhein-Sieg-Verkehrsgesellschaft (RSV) setzt Sonderbusse ein, um alle Interessierten zum großen Rummel zu bringen.

Aktuelle Wetterinfo für den Festplatz

Neu im Angebot der Stadt ist außerdem eine Wetterinfo speziell für den Festplatz in Pützchen. „Letztes Jahr haben sich Viele, zum Beispiel aus dem Vorgebirge, wegen der schlechten Wetterprognose gegen einen Besuch auf Pützchens Markt entschieden. Dabei hat es hier gar nicht geregnet“, so Dick. Dieses Jahr soll keiner wegen ungenauer Vorhersagen zu Hause bleiben: Fünf Mal am Tag gibt es eine Wetterprognose für den Festplatz.

Eine Vorhersage zum Wetter am Wochenende finden sie hier.

Eröffnung

Gespannt blicken Koordinatoren und Veranstalter auf Freitag, wenn das Spektakel seinen Anfang nimmt. Los geht es um 12 Uhr. Um 13.30 Uhr startet der historische Festumzug , mit dabei: 14 historische Anhänger. Mit der Eröffnungsveranstaltung um 15 Uhr wird der offizielle Startschuss gegeben. Oberbürgermeister Nimptsch, der Beueler Bezirksbürgermeister Guido Deus und Vertreter der Schaustellerverbände sagen ein paar Worte. Um 16.15 Uhr, wenn Nimptsch das Fass ansticht, ist der Startschuss zum Karussell- und Achterbahnfahren, gruseln, spielen, schlemmen und trinken gegeben.

[kein Linktext vorhanden] Die Öffnungszeiten der Kirmes: freitags und samstags 12 bis 3 Uhr, sonntags 10 bis 1 Uhr, montags 12 bis 1 Uhr und dienstags 12 bis 24 Uhr. Zum Abschluss der Kirmes wird wie jedes Jahr um 22 Uhr das Höhenfeuerwerk gezündet.

Gewinnspiel

Auch in diesem Jahr wird der General-Anzeiger wieder Frei-Chips verlosen. Mehr Infos dazu gibt es ab Donnerstag auf www.ga.de.