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Küdinghovenerin engagiert sich in Nigeria: Weitere Hilfe für Hospital in Nigeria

Küdinghovenerin engagiert sich in Nigeria : Weitere Hilfe für Hospital in Nigeria

Seit vielen Jahren engagiert sich die Küdighovenerin Karin Hünteler für ein nigerianisches Kinderkrankenhaus. Unterstützung gibt es nun vom Bonner Sanitätshaus Hohn: Es stellt Geld für den Einsatz von nigerianischen Orthopädietechnikern bereit, um vor Ort Hilfsmittel herstellen zu lassen.

Zu den besonderen Unterstützern des St. Mary’s Children & Community Hospital im nigerianischen Bundesstaat Imo gehört auch Physiotherapeutin Karin Hünteler aus Küdinghoven. Bereits dreimal war sie dort, um ihr Fachwissen weiterzugeben (der GA berichtete). „Um Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten“, erzählt Hünteler.

Das hat das Bonner Sanitätshaus Hohn unter der Leitung von Arndt Wisser nun bewogen, sich ebenfalls für den Förderverein Uzondu und somit für das St. Mary’s Children & Community Hospital zu engagieren. Auf mehr als 70 Jahre Erfahrung in der Orthopädietechnik blickt das Unternehmen mit mehreren Filialen in Bonn und Umgebung zurück. Als Spezialisten für individuelle Prothesen und Orthesen (orthopädische Prothesen) versorgen die Mitarbeiter Patienten mit schwerwiegenden Erkrankungen, nach Unfällen oder mit Kriegsverletzungen. Diese stammen aus Deutschland sowie aus Ländern in Europa, Afrika und arabischen Staaten.

Geldspende für den Einsatz von Orthopädietechnikern

Wisser entschied sich nun für eine Geldspende an den Förderverein, die es den Ärzten im Kinderkrankenhaus ermöglichen soll, vor Ort Orthesen durch einen Orthopädietechniker oder Orthopädieschuhmacher herstellen zu lassen.

Das Hospital in Nigeria besteht seit 2001 und ist das einzige Kinder- und Gemeindekrankenhaus der Region. Über viele Jahre ist es erfolgreich gewachsen und arbeitet inzwischen weitestgehend eigenfinanziert. Der Initiator, Pfarrer Dr. Sergius Duru, der bereits in Küdinghoven gearbeitet hat, und der deutsche Förderverein Uzondu (auf Deutsch „Weg zum Leben“) unterstützen das Hospital gemeinsam mit vielen engagierten Menschen aus Deutschland, der Schweiz und Österreich.

Es gibt große Armut, viele Unfallpatienten und viele zu früh geborene Kinder sowie alte Menschen, die unter schlechten hygienischen Umständen medizinisch versorgt werden müssen. Um sie kümmern sich die Ärzte und Pfleger des St. Mary’s Children & Community Hospital.

2021 wird es keine Reise geben

Erst im Sommer 2020 hatte Hünteler einen Lkw, vollgepackt mit medizinischen Geräten, Intensivpflegebetten sowie zahlreichen Babyholzbettchen, auf die Reise in den Süden Nigerias geschickt. Eine für dieses Jahr geplante Reise sei derzeit nicht realisierbar. Doch sobald die Pandemie soweit unter Kontrolle sei, dass eine Reise ungefährdet möglich ist, werde sie wieder nach Afrika fliegen. „Den Ärzten, Krankenschwestern und Pflegern Hilfe zur Selbsthilfe zu geben“, sagt sie, „das ist mein Ziel. Aber ich arbeite auch im medizinischen Alltag mit, wenn Not am Mann ist.“ Dann fahre sie mit raus aufs Land, wenn Ärzte Kranke und Notleidende behandeln, die nicht ins Krankenhaus kommen können.

Weitere Informationen zum Förderverein und Hinweise für Spenden an Uzondu gibt es im Internet: www.uzondu.de.