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Weltmeisterin im Irish Dance: Weltmeisterin gibt Kurse im Irish Dance

Weltmeisterin im Irish Dance : Weltmeisterin gibt Kurse im Irish Dance

Die Bonnerin Celine Zimmermann ist Weltmeisterin im Irish Dance. Wieviel Spaß diese Tanzrichtung macht, zeigt sie in Kursen im Tanzhaus Bonn in Vilich.

„Man gönnt sich ja sonst nichts“, sagten sich Timo Müller und Sandór Krönert, Inhaber des Tanzhauses Bonn in Vilich. Deshalb präsentieren sie zum zehnjährigen Geburtstag ihres Tanzhauses eine Weltmeisterin: Celine Zimmermann. Sie gewann 2019 in Eindhoven die Weltmeisterschaft im Irish Dance. Zimmermann, Jahrgang 1997, wird jetzt im Tanzhaus Kurse für Einsteiger und Fortgeschrittene, für Kinder, Teenies und Erwachsene geben. Und das für beide Varian­ten des Irish Dance: Softshoe und Hardshoe. Vor einigen Jahren hatte Zimmermann das Tanzen und den Irish Dance im Tanzcenter Rose im Brückenforum bei Birgit Ohmann gelernt, deren Besitzer damals Timo Müller war.

Zimmermann ist Bonnerin und tanzt seit 18 Jahren. „Mit vier Jahren habe ich im Tanzcenter Rose mit Kindertanz begonnen und danach auch ‚Dance for Fans‘ getanzt“, erzählt sie. Bis sie sich auf Irish Dance konzentriert hat. „Da hatte ich dann keine Zeit mehr für andere Tänze.“ Alle Schritte und die ganze Choreografie übt sie alleine ein, bis auf „Hardshoe Traditionals“, hier ist alles vorgeschrieben. Müller erinnert sich auch noch gut daran, dass Zimmermann vor vielen Jahren bereits auf Bällen ihr Showprogramm gezeigt hatte. „Sie ist ‚back to the Roots‘“, meint er, also zurück zu den Anfängen gekommen.

Die Weltmeisterschaft in diesem Jahr fiel coronabedingt aus. Die nächste soll im April 2021 stattfinden, sagt Zimmermann. „Sie könnte die erste Online-Weltmeisterschaft werden, eine Weltneuheit“, meint sie. Zuvor soll dieses Konzept bei der NRW-Meisterschaft erprobt werden.

Zwar feierte das Tanzhaus in der letzten Oktoberwoche sein zehnjähriges Bestehen. „Doch die Erfolgsgeschichte hat früher begonnen“, erinnert sich Müller. Denn seit 1987 besteht die Tanzschule, die früher im Brückenforum angesiedelt war, als Tanzcenter Rose, das Müller 1999 übernommen hatte. „Eigentlich haben wir drei Jubiläen“, meint er. „33 Jahre Tanzschule, 20 Jahre Timo Müller und zehn Jahre Tanzhaus Bonn mit Krönert und Müller.“

Als die beiden sich kennengelernt hatten, standen sie vor der Entscheidung, weiter ihre Tanzschule zu betreiben oder eine große Lösung anzustreben. So entstand das Tanzhaus. „Mit dieser Entscheidung sind wir immer noch glücklich“, sagt Müller. „Und verzweifelt“, schiebt er nach. Denn die Coronapandemie habe sie getroffen. „Nicht, dass die Tänzer uns verlassen hätten“, sagt Krönert, „aber es kommen weniger hinzu als aus den Kursen ausscheiden.“ Immerhin, 120 Kurse laufen derzeit in einer Woche, coronabedingt mit viel weniger Teilnehmern, die mit Abstand tanzen müssen.

Doch Corona hat nicht nur das Tanzhaus getroffen: Müller und Krönert haben kurz zuvor ein Hotel in Siegburg und ein Restaurant in Hangelar übernommen. „Wir wollen uns vom Tanzhaus zum Eventhaus entwickeln“, berichtet Müller, „doch alle drei Branchen sind gleichermaßen von Corona betroffen.“

Dennoch haben beide nach zehn Jahren Tanzhaus noch eine Vision für die nächsten zehn Jahre: Ein eigenes Tanz- und Eventhaus zu bauen, in dem auch Bälle abgehalten werden können.