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Beueler Nachwuchshandballer: Wilde Handball-Kerle der HSG Geislar-Oberkassel siegen

Beueler Nachwuchshandballer : Wilde Handball-Kerle der HSG Geislar-Oberkassel siegen

Die E-Jugend der HSG Geislar-Oberkassel holt sich den Kreispokal. Junges Trainergespann spornt die elf E-Jugend-spieler zu einer gesunden Portion Ehrgeiz an.

Emil, Paul, Kaspar, Justus und Urs haben sich die Verschnaufpause redlich verdient. Mit eislarsechs weiteren Jungs der E-Jugend der HSG Geislar-Oberkassel sind sie nämlich frisch gebackene Kreismeister. Doch regenerieren müssen sie sich eigentlich gar nicht. Sie wollen spielen. Und zur Belohnung dürfen sie beim Training diese Woche genau das.

Mit einem deutlichen 17:33 haben sich die Jung-Handballer zwischen neun und elf Jahren gegen die Konkurrenz aus Euskirchen durchgesetzt. Ihren Erfolg verdanken die Jungs neben ihrem Können vor allem auch ihren beiden Trainern. Johannes Esser und Yannick Pfrengle sind seit drei Jahren quasi das Dreamteam unter den rechtsrheinischen Bonner Handballtrainern.

Wer die 19- und den 21-Jährigen mit den Spielern beim Training beobachtet, weiß schnell, warum: Mit Können und Empathie einerseits, aber auch mit der notwendigen Durchsetzungskraft spornen die zwei ihre Truppe zu einer gesunden Portion Ehrgeiz an. Man könne jederzeit feststellen, wie viel Spaß ihnen das Spiel mit dem Nachwuchs bereite, würdigte eine Mutter die ehrenamtliche Arbeit des Trainer-Gespanns. „Jogi und Yannick leiten das Training unglaublich engagiert und investieren sehr viel Herzblut und Freizeit in die Jungs“, lobt sie.

Freiwilliges Jahr im Verein

„Klar – das macht ja auch viel Spaß, anderen seinen Lieblingssport zeigen zu dürfen“, betont Johannes „Jogi“ Esser. Bereits im Alter von drei Jahren hat der junge Mann, der gerade seine Lehre zum Sport- und Fitness-Kaufmann bei den Sport- und Schwimmfreunden (SSF) Bonn abschließt, mit dem Handballspielen begonnen.

Nach einigen Jahren wechselte Esser dann 2013 zu den Geislarern, wo er zunächst die B-,C- und D-Jugend trainierte, bevor er dann ein Freiwilliges Soziales Jahr in dem Verein absolvierte. „Während dieser Zeit habe ich Yannick kennengelernt und bin über ihn auch zum Kindertraining gekommen“, erinnert er sich.

Mit den Buchstaben A bis F werden im Handball die verschiedenen Altersgruppen benannt: Die E-Jugend ist also die U-11-Auswahl. „In dem Alter spielt man noch Manndeckung, und so gehört normalerweise ein Eins-gegen-eins-Spiel zu jedem Training“, berichtet Yannick. Der Auszubildende spielt ebenfalls seit frühesten Kindertagen Handball. Wichtig sei in erster Linie, dass man altersgerecht trainiere: „Das fängt bei den Basics an. Werfen, Fangen, Passen.“

Jubel über Meisterschaft

Dem Nachwuchs gefällt es, und alle freuen sich riesig über die Meisterschaft. „Die Trainer haben gut ausgewechselt, wenn jemand schlapp war, und uns im Training gute Sachen beigebracht“, kommentiert der elfjährige Emil den Erfolg schon fast wie ein Profi. „Manchmal wurde es schon etwas anstrengender – aber es hat sich schließlich auch gelohnt!“Nach Ostern wird Esser die Jungs erst einmal eine Weile alleine weitertrainieren müssen.

Pfrengle, der nach seinem Abitur eine Ausbildung zum Kaufmann für Büromanagement bei der Deutschen Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GiZ) begonnen hat, geht nämlich jetzt für drei Monate nach Namibia. „Mal schauen, ob ich dort auch ein paar Bälle spielen kann“, verabschiedet er sich lachend von „seinen Jungs“.