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Endspurt gegen Chemnitz: Telekom Baskets starten Endspurt der Saison

Endspurt startet gegen Chemnitz : Baskets wollen Saison mit positivem Eindruck beenden

Nach der kurzen Pokal-Pause starten die Telekom Baskets am Sonntag mit dem Heimspiel gegen Chemnitz in den Saison-Endspurt. Trainer Will Voigt kann dabei wieder auf Isaiah Philmore zurückgreifen.

Bei den Telekom Baskets war zuletzt etwas Entschleunigung angesagt. Drei freie Tage gönnte Headcoach Will Voigt den Spielern in der kurzen Pause der Basketball-Bundesliga, in der das letztlich abgesagte Final-Four-Turnier im Pokal ausgetragen werden sollte. „Nach den vielen Spielen war die Pause hilfreich, die Jungs brauchten etwas Regeneration“, sagt Voigt. Sechs Partien hatte das Team in nur 16 Tagen absolviert, deshalb galt es nun, noch einmal Kraft für den Saison-Endspurt zu sammeln. Der beginnt für die Bonner am Sonntag (15 Uhr/Sport1 und MagentaSport) mit dem Heimspiel gegen die Niners Chemnitz.

Voigt nutzte die Pause aber auch für eine Art Mini-Trainingslager, um noch einmal an ein paar Feinheiten im System zu arbeiten. „Es ist immer hart, wenn du mitten in der Saison zu einem Team kommst, wie es bei mir der Fall war. Wir hatten kein gemeinsames Trainingscamp, deshalb ist es ein bisschen so, als wären wir während der Saison ständig in einer Art Vorbereitung“, sagt der Baskets-Coach. Die Nachverpflichtungen von Isaiah Philmore, Alex Hamilton und Jalen Hudson haben diesem Entwicklungsprozess eine weitere Herausforderung hinzugefügt.

„Letztlich hatte ich nie das Gefühl, dass wir das System so gespielt haben, wie ich es mir vorstelle, seit sie dazugestoßen sind. Ich hoffe, dass wir dieses Mini-Trainingslager gut genutzt haben, um in den restlichen Spielen so aufzutreten, wie ich es sehen möchte“, sagt Voigt. Defensiv lag der Fokus in den Trainingseinheiten darauf, das System besser zu verstehen und umzusetzen. „Aber es ging auch darum, den Ball offensiv besser zu bewegen und schneller Entscheidungen zu treffen.“

Voigt sieht letzte Partien als Chance für Spieler

Nun ist es in den fünf verbleibenden Spielen die Aufgabe der Mannschaft, all das umzusetzen, um die Saison mit einem positiven Eindruck zu beenden, auch wenn die Baskets die Playoffs verpasst haben. Voigt setzt darauf, dass die Spieler diese Partien als Chance wahrnehmen: „Es geht nicht nur darum, uns zu überzeugen, sondern auch andere Vereine. Wenn du die Saison nicht positiv beendest, vermindert das den Wert eines Spielers.“ Wenn das Team gewinne, so Voigt weiter, profitiere jeder davon.

Die erste positive Note des Saison­ausklangs will der Coach mit seinem Team gegen den Aufsteiger Chemnitz setzen – ein Gegner, der auf dem Papier leichter aussieht, als er sich auf dem Feld präsentiert. Dass die von Ex-Baskets-Spieler Rodrigo Pastore trainierten Sachsen ein beachtliches erstes BBL-Jahr spielen, zeigen Siege gegen den FC Bayern oder die Hamburg Towers. „Sie sind sozusagen das Gegenteil von uns, weil sie einige enge Spiele gewonnen haben“, sagt Voigt mit einem Schmunzeln. In sechs Partien trennten die Niners am Ende maximal drei Punkte vom jeweiligen Gegner, fünfmal hieß der Sieger in diesem Fall Chemnitz.

Chemnitzer leisten sich viele Ballverluste

Unter anderem auch beim Hinspiel Mitte Januar, das die Bonner 92:93 nach Verlängerung verloren. Nach der Trennung von Igor Jovovic coachte Co-Trainer Chris O’Shea die Baskets in dieser Partie, danach übernahm Rückkehrer Voigt. „Chemnitz spielt schnell und wirft viele Dreier. Die müssen wir, so gut es geht, verteidigen“, verrät er einen kleinen Teil des Plans. Zu dem wird sicherlich auch gehören, die Niners-Offensive permanent unter Druck zu setzen, denn dem Team unterlaufen ligaweit die meisten Ballverluste (im Schnitt 16,9 pro Partie).

Wieder mit dabei ist aufseiten der Baskets Isaiah Philmore. Der 31-jährige Power Forward hat die beiden vergangenen Spiele gegen Oldenburg und München wegen einer Fingerverletzung verpasst. Voigt freut sich auch deshalb auf die Begegnung: „Wir waren selten in voller Mannschaftsstärke: Chris Babb hat mal gefehlt, dann Alex Hamilton, zuletzt Isaiah. Es ist einfach schön, das ganze Team jetzt mal zusammenzuhaben.“