Messerattacke in Königswinter Streit eskalierte - Drei Verletzte

KÖNIGSWINTER · In Königswinter an der Gengerstraße hat es am frühen Mittwochmorgen gegen 7 Uhr eine Messerstecherei gegeben. Wie die Polizei mitteilte, gibt es drei Verletzte. Warum der Streit eskalierte, ist noch nicht geklärt. Die Kripo bittet um Hinweise von Zeugen.

Zu einer bislang noch rätselhaften Gewalttat, bei der es sich nach GA-Informationen um ein Beziehungsdrama handeln könnte, ist es am Mittwochmorgen in der Wohnung eines Mehrfamilienhauses an der Gengerstraße in Königswinter gekommen. Wie Christoph Schnur, Sprecher der Bonner Polizei, mitteilte, habe es eine Auseinandersetzung gegeben, bei der ein Messer eingesetzt wurde. Dabei erlitt laut Schnur ein 34-jähriger Mann schwere Verletzungen, die aber nicht lebensgefährlich sind.

Mit leichteren Verletzungen kamen eine 31-jährige Frau und ein 43-jähriger Mann davon, bei denen es sich nach GA-Informationen um das Paar handeln soll, das mit seinen beiden Kindern in der Wohnung lebt. In welchem Verhältnis die beiden zu dem 34-Jährigen stehen, ist der Polizei noch nicht klar; auch nicht, wer als Täter infrage kommt und was das Motiv für die Tat gewesen ist. Eine Mordkommission ermittelt nun in Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft.

[kein Linktext vorhanden]Gegen 7 Uhr war es laut Polizei zu der blutigen Auseinandersetzung in der als ruhig geltenden Wohnsiedlung gekommen. Nachdem Polizei, Notarzt und Rettungssanitäter sich um die Verletzten gekümmert hatten, sperrten Beamte den Zugang zu dem Mehrfamilienhaus ab. Ermittler der Kripo begannen wenig später mit der Spurensicherung, die über Stunden dauerte. Vor allem auf das Treppenhaus konzentrierte sich das Interesse der Kriminalisten.

"Bei uns ist sonst tote Hose und wirklich nichts los", zeigte sich ein Nachbar, den die Martinshörner geweckt hatten, völlig überrascht. Für einen 15-Jährigen, der in der Nachbarschaft lebt, und die betroffene Familie kennt, kam die Eskalation allerdings nicht von ungefähr: "Das Ehepaar hat sich immer wieder lautstark gestritten. Das hat hier jeder mitbekommen."

Eine Anwohnerin, die ebenfalls die Arbeit der Polizei beobachtete, gab dem jungen Mann recht. Zudem will sie kurz vor der Messerattacke ein weiteres Wortgefecht gehört haben. "Krach und einen Schrei" in einer Nachbarwohnung hatte auch eine Frau registriert, "die Schlafzimmer an Schlafzimmer" zu der Familie wohnt.

"Ich habe mir aber nichts dabei gedacht, weil ich vermutete, unser Vermieter ist mit seinen Kindern aus dem Urlaub zurückgekommen." Die 31-jährige Frau habe immer dann bei ihr und ihrem Mann Trost gesucht, "wenn sie wieder von ihrem Mann geschlagen wurde". Für sie ganz klar ein Beziehungsdrama. Die Schuldfrage lässt die Polizei indes offen: "Wir ermitteln in alle Richtungen", so Polizeisprecher Schnur. Nun suche man nach Zeugen, die Angaben zur Tat oder den Hintergründen machen können. Hinweise an die Polizei unter der Telefonnummer 0228/150.

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