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Bonn: Mehr Vandalismus seit der Corona-Pandemie in der Natur

Seit der Corona-Pandemie : Stadt Bonn stellt vermehrt Vandalismus in der Natur fest

Graffiti, Hütten aus abgesägten Bäumen, Müll: Seit dem Beginn der Corona-Pandemie hat die Stadt Bonn verstärkt Probleme mit Vandalismus in der Natur. Vor allem die Bonner Rheinaue sei betroffen.

Seit dem Beginn der Corona-Pandemie hat die Stadt Bonn vermehrt Probleme mit Vandalismus. In der vergangenen Woche etwa wurden am Bonner Rheinufer viele Graffiti an Bänken, Mauern und auf das Pflaster gesprüht, teilte die Stadt am Montag mit. Auch die Rheinaue und der Stadtwald seien immer wieder von Vandalismusschäden oder Müll betroffen.

„Mangels Alternativen zieht es zurzeit deutlich mehr Menschen nach draußen und ins Grüne. Wir freuen uns darüber, wenn die Bürgerinnen und Bürger die Parkanlagen nutzen“, sagte Stadtgrün-Leiter Dieter Fuchs. Allerdings bat er auch darum,  „bei allem Verständnis für den Frust, den die Einschränkungen im Alltag bei vielen bewirken, respektvoll mit der Natur umzugehen.“

Abseits der offiziellen Wege im Wald unterwegs

Im Japanischen Garten in der Bonner Rheinaue war ein Schaden im „höheren vierstelligen Bereich“ entstanden, weil Randalierer die Einzäunung dort zerstört hatten. Aus dem Blindengarten wurden zudem bündelweise Osterglocken aus den Beeten gestohlen und Bärlauch-Flächen abgegrast.

Im Stadtwald seien vermehrt Camper unterwegs. Dort wurden auch Feuerstellen entdeckt, die verboten und vor allem bei anhaltender Trockenheit gefährlich sind. Die Stadtförsterei habe sechs Hütten mit Altmöbeln und Feuerstellen beseitigen müssen, die Menschen aus Totholz oder abgesägten Bäumen gebaut hatten. Im Wald im Kottenforst und im Siebengebirge seien seit dem letzten Jahr mehr Leute auf Trampelpfaden oder Fahrradstrecken abseits der offiziellen Wege unterwegs, teilte die Stadt weiter mit. Das schade Tieren und Pflanzen, die dort leben.

(ga)