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Bonner Polizei führt Verkehrskontrollen durch

Radfahren in Bonn : Bonner Polizei verzeichnet 700 verletzte Radfahrer in 2019

Mehr als 700 Radfahrer sind bei Unfällen im Zuständigkeitsbereich der Bonner Polizei verletzt worden. Mit Verkehrskontrollen will die Polizei für mehr Sicherheit im Straßenverkehr sorgen.

Die Bonner Polizei hat Zahlen zu Verkehrsunfällen mit Radfahrern veröffentlicht. Demnach wurden im Zuständigkeitsbereich der Behörde, der auch den linksrheinischen Rhein-Sieg-Kreis umfasst, 703 Radfahrer verletzt. Zwar war der Großteil dieser Radfahrer nur leicht verletzt, dennoch waren drei der Verletzungen tödlich und 98 Radfahrer schwer verletzt. Bis Ende Mai gab es dieses Jahr bislang 218 Unfälle, bei denen 37 Radfahrer und zwei Pedelecfahrer schwer verletzt wurden.

Mit Blick auf diese Bilanz hat die am vergangenen Montag Verkehrskontrollen durchgeführt. Dabei lag ein besonderes Augenmerk auf der Verhinderung von Unfällen mit Fahrradfahrern. Die Polizei kontrollierte dabei sowohl das Verhalten der Autofahrer als auch das der Radfahrer. Um den Zentralen Omnibusbahnhof herum wurden insgesamt 23 Verkehrsverstöße festgestellt. Unter anderem parkten Autofahrer auf einem Fahrradweg und mehrere Radfahrer missachteten Durchfahrtsverbote.

Eine der wichtigsten Regeln für Sicherheit im Straßenverkehr ist der Abstand beim Überholen von Radfahrern. Dabei müssen innerhalb einer Ortschaft 1,5 Meter und außerhalb zwei Meter eingehalten werden. Die Missachtung dieser Regel führte laut Polizei erst wieder am Freitag der vorherigen Woche zur Verletzung eines 30-jährigen Radfahrers.

Außerdem müssen Autofahrer nun mit Bußgeldern rechnen, sollten sie auf dem Schutzstreifen parken. Das Halten in zweiter Reihe wird nun mit einem Bußgeld von 50 Euro bedacht; stellt das Auto eine zusätzliche Behinderung dar erhöht sich der Betrag auf 70 Euro und wird durch einen Punkt in Flensburg ergänzt.