Notfallrucksack Welche Dinge Sie bei einer Evakuierung griffbereit haben sollten

Bonn · Wer sich auf eine Evakuierung vorbereiten will, kann dafür einen Notfallrucksack packen. Diese Dinge sollten für den Ernstfall darin enthalten sein.

 Wer evakuiert wird, sollte alles Nötige in seinen Rucksack packen. (Symbolfoto)

Wer evakuiert wird, sollte alles Nötige in seinen Rucksack packen. (Symbolfoto)

Foto: picture-alliance/ dpa/Arno Burgi

Eine Evakuierung kann schneller anstehen, als die meisten Menschen glauben. So sind etwa Funde von Weltkriegsbomben in Bonn und Köln keine Seltenheit. Auch ein Brand oder ein Gasleck kann dazu führen, dass die eigenen vier Wände auf unbestimmte Zeit verlassen werden müssen. Besser ist es, auf eine mögliche Evakuierung bereits vorbereitet zu sein. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe hat einige Tipps, was man im Falle einer Evakuierung griffbereit haben sollte.

Was gehört in einen Notfallrucksack?

Das Bundesamt rät vorbereitet zu sein - am besten mit einem Notfallrucksack, um auch in stressigen Situationen nichts zu vergessen. Pro Familienmitglied sollte nicht mehr als ein Rucksack mit eingeplant werden. Diese Dinge sollten darin verstaut sein:

  • persönliche Medikamente
  • Erste-Hilfe-Material
  • Hygieneartikel wie Windeln oder Periodenartikel
  • Schutzmasken
  • Wasserflasche
  • Essgeschirr und -besteck
  • Dosenöffner und Taschenmesser
  • Verpflegung für zwei Tage in staubdichter Verpackung
  • batteriebetriebenes Radio und Reservebatterien
  • Taschenlampe mit Reservebatterien
  • Kleidung für ein paar Tage
  • Kopfbedeckung
  • Arbeitshandschuhe
  • Fotoapparat oder Handy mit Kamera um bei der Rückkehr Schäden zu dokumentieren

Kinder sollten außerdem einen Brustbeutel tragen, in dem in einer SOS-Kapsel der Name, das Geburtsdatum und die Anschrift notiert ist. Die SOS-Kapseln können in Kaufhäusern, Apotheken und Drogeriemärkten gekauft werden.

Woran muss spontan gedacht werden?

Manches lässt sich erst einpacken, wenn die Notsituation bereits eingetreten ist. Diese Dinge sollten Sie in der Hektik nicht vergessen.

  • Personalausweis oder Reisepass
  • Bargeld und Geldkarten
  • Gesundheitskarte
  • Impfpass
  • Haustür- und Autoschlüssel
  • Handy oder Smartphone

Was gehört in eine Dokumentenmappe?

Wenn wichtige Dokumente verloren gehen oder sogar zerstört werden, ist es nicht immer einfach, diese wiederzubekommen. Deshalb kann es sich lohnen, diese in einer Mappe aufzubewahren und griffbereit zu lagern. Welche Dokumente im Einzelfall wichtig sind, ist sehr individuell. Dazu können folgende gehören:

  • Familienstammbuch und Familienurkunden
  • Sparbücher und Kontoverträge
  • Renten-, Pensions- und Einkommensbescheinigungen sowie Einkommensteuerbescheide
  • Zeugnisse
  • Verträge
  • Testament, Patientenverfügung und Vollmacht

Als Kopie:

  • Personalausweis oder Reisepass
  • Führerschein und Fahrzeugpapiere
  • Impfpass
  • Grundbuchauszüge
  • Änderungsbescheide über empfangene Leistungen
  • Zahlungsbelege für Versicherungsprämien wie der Rentenversicherung
  • Meldenachweise der Arbeitsämter und Bescheide der Agentur für Arbeit
  • Rechnungen, die offene Zahlungsansprüche belegen
  • Mitglieds- oder Beitragsbücher von Verbänden oder Vereinen

Welche Kleidung ist die Richtige?

Das Bundesamt rät zum „Zwiebelprinzip“ - sie sollten also mehrre Schichten dabei haben. Neben normaler Kleidung wie Unterwäsche, Oberteilen, Jacken und Pullovern ist auch wetterfeste Kleidung sinnvoll. Dazu gehört zum Beispiel eine Regenjacke oder wetterfeste Schuhe wie Gummistiefel.

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