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Ex-Furios in Beuel soll wieder schön werden

Ex-Furios in Beuel soll wieder schön werden

Eckhaus an der Friedrich-Breuer-Straße/Rathausstraße ist verkauft - Werner Lindner will Gebäude komplett renovieren

Beuel-Mitte. Und jetzt ging alles ganz schnell: Kaum stand das Eckgebäude an der Ecke Friedrich-Breuer- und Rathausstraße (ehemalige Gaststätte Furios) nach mehrjähriger Diskussion zum Verkauf, da war es auch schon weg.

Werner Lindner aus Küdinghoven hatte den entsprechenden Artikel im General-Anzeiger gelesen und sich sofort mit dem mit dem Verkauf beauftragten Kölner Rechtsanwalt Dietmar Artzinger-Bolten in Verbindung gesetzt. Wenige Tage später trafen sich beide Parteien beim Notar und unterzeichneten den Kaufvertrag.

Lindner, der in Küdinghoven einen Elektrobetrieb leitet und im Liküra-Karneval sehr aktiv ist, will das alte Haus nicht abreißen: "Die Bausubstanz ist in Ordnung. Das habe ich gemeinsam mit Experten geprüft."

Er will das Gebäude von Grund auf sanieren. "Die Architektur mit den Erkern gefällt mir sehr gut. Es wäre doch schade, wenn so alte Fassaden aus dem Stadtbild verschwinden würden", sagt Lindner. Vor Einbruch des Winters will der Küdinghovener das Dach neu decken und vielleicht noch die Fassade streichen lassen:

"Das alles hängt natürlich vom Wetter ab." Im Frühjahr nächsten Jahres soll es dann mit der Sanierung weitergehen: Sanitär, Elektro, Heizung und so weiter - alles steht wahrscheinlich zur Erneuerung an.

Im Erdgeschoss will Lindner die Fenster bis auf den Boden vergrößern und dort ein Geschäft unterbringen. Das Ladenlokal hat eine Nutzfläche von 96 Quadratmetern. Eine Gaststätte kommt für ihn nicht in Frage: "Davon haben wir in Beuel genug." In der ersten Etagen werden Büros untergebracht, alternativ Wohnungen. In den Rest des viergeschossigen Hauses werden fünf Wohnungen gebaut.

Den großen Innenhof des Gebäudes wird Lindner vorerst mal als Arbeitsfläche für den Umbau nutzen. Was später einmal damit geschieht, steht noch nicht fest. "Ich setze mich bei der Sanierung nicht unter Zeitdruck. Wichtig ist, dass dieses Eckhaus vom Schandfleck zum Schmuckstück wird. Und dafür will ich sorgen", erklärte der Handwerksmeister.

Zur Erinnerung: Das Haus stand ungefähr fünf Jahre lang leer. Die Verunreinigungen und wilden Plakatierungen an der Fassade der Parterre sorgten in der Beueler City für viel Ärger. Die Eigentümerin wollte das Haus über Jahre nicht verkaufen, im September erfolgte der Sinneswandel.