GA-Telefonaktion Experten beantworteten Fragen zum Thema Einbruchschutz

BONN · Rund um das Thema Einbruchschutz ging es am Dienstagabend bei der Telefonaktion des General-Anzeigers. Jörg Wilhelm, Dieter Hausmann und Hans-Jürgen Hoppe von der Bonner Polizei, Klaus Holtz vom Weißen Ring sowie Paulus Vonderwülbecke und Sebastian Brose von der VdS Schadenverhütung GmbH standen für die Fragen der Leser zur Verfügung. Eine Auswahl der Themen.

 Tipps zum Schutz vor Einbrechern: (von links) Dieter Hausmann, Klaus Holtz, Jörg Wilhelm, Hans-Jürgen Hoppe, Sebastian Brose und Paulus Vonderwülbecke bei der GA-Telefonaktion.

Tipps zum Schutz vor Einbrechern: (von links) Dieter Hausmann, Klaus Holtz, Jörg Wilhelm, Hans-Jürgen Hoppe, Sebastian Brose und Paulus Vonderwülbecke bei der GA-Telefonaktion.

Foto: Barbara Frommann

Was kann ich tun, um mich vor Einbrechern zu schützen?
Die mechanische Sicherheit aufwerten. Außerdem kann zusätzlich eine Alarmanlage eingebaut werden. Eine wirkliche Sicherung bietet die Alarmanlage allerdings nicht. Wenn Sie sich für die Alarmanlage entschieden, sollten Sie einem VdS-anerkannten "Errichter für Einbruchmeldeanlagen" vertrauen. Listen finden Sie unter www.vds.de.

Ist ein Vermieter verpflichtet, für Sicherungen zu sorgen?
Eine Pflicht ist leider nicht bekannt. Allerdings sollte mit dem Vermieter gesprochen werden. Es ist eine Investition, die steuerlich geltend gemacht werden kann. Ohne Absprache darf der Mieter im Bestand nichts verändern.

Sind Gitter an Fenstern und Balkontüren im ersten Stock sinnvoll?
Es ist wichtig, auch die oberen Stockwerke zu sichern, da sie für die Täter leicht erreichbar sind.

Welche Widerstandsklasse empfehlen Sie bei neuen Fenstern?
Die Widerstandsklasse RC 3 nach der DIN EN 1627-30 mit P5A- Verglasung samt Werks- und Montagebescheinigung über einbruchhemmende Fensterelemente.

Was muss ich bei dem Kauf eines Tresors beachten?
Die Europanorm 1143-1 bietet Widerstandsklassen für jeden Anwenderbereich. Die Höhe der Widerstandsklasse richtet sich nach dem Versicherungswert der eingeschlossenen Gegenstände. Wichtig ist auch, dass der Safe stabil verankert wird, sonst nehmen ihn die Einbrecher unter Umständen komplett mit. Weiterführende Infos zu Safes kann sich jeder Interessierte als Infoblatt unter www.vds.de/techkomm kostenlos herunterladen.

[kein Linktext vorhanden]Kann man auch 40 Jahre alte Aluminiumfenster aufrüsten?
Nein. Bei so alten Fenstern empfehlen wir einen Austausch gegen neue, einbruchhemmende und zertifizierte Fensterelemente.

Gibt es auch einbruchhemmende Fenster für denkmalgeschützte Häuser?
Ja. Für Empfehlungen wenden sie sich an das Kriminalkommissariat Kriminalprävention unter der Rufnummer 0228/157612.

Wohin kann ich mich wenden, wenn ich Opfer eines Einbruchs geworden bin?
Zum Beispiel an den Weißen Ring. Wichtig ist aber, sich überhaupt zu melden.

Wo finde ich professionelle Hilfe von Therapeuten?
Es ist schwierig, einen zeitnahen Termin zu bekommen. Einige Kliniken und Ärzte allerdings bieten bei Nennung der Polizei oder des Weißen Rings zeitnahe Erstgespräche an. Informationen darüber bekommen Sie beim Weißen Ring.

Bei Freunden wurden teure Sicherungen geknackt, die Polizei sagt wegen Einbaufehlern. Wie finde ich Profis für den Einbau von Einbruchschutzmitteln?
Planung und Montage durch Fachleute sind wichtig. Eine Liste zertifizierter Errichter für Sicherungstechnik gibt es im Internet auf www.vds-home.de, www.polizei-nrw.de/lka und unter der Telefonnummer 0228/157676.

Wie verhalte ich mich, wenn ich nachts etwas Verdächtiges beobachte?
Man sollte nicht selbst agieren, sondern den vermeintlichen Täter beobachten und die Notrufnummer der Polizei 110 wählen.

Auf Wunsch gab es früher Beratungen der Polizei zu Hause. Gibt es so etwas immer noch?
Beratungen vor Ort führen wir bei Einbruchsopfern, Geh- und Sehbehinderten sowie nicht mobilen Bürgern durch. Außerdem bieten wir Beratungen und Gruppenveranstaltungen in der Dienststelle im Polizeipräsidium an, zudem Beratung bei Vereinen.

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