Kommentar zu Bonner Bädern Personalmangel und andere Probleme trüben Freude über Freibadsaison

Meinung | Bonn · Auch diesmal trüben Personalmangel und andere Probleme die Freude über die startende Freibadsaison in Bonn, meint GA-Redakteurin Lisa Inhoffen. Mittlerweile falle es schwer, an Besserung zu glauben.

Vorbereitungen für die Freibadsaison in Bonn.

Vorbereitungen für die Freibadsaison in Bonn.

Foto: Benjamin Westhoff

Und wieder startet Ende Mai in Bonn eine Freibadsaison, ohne dass bislang ausreichend Personal bereitsteht. Klar, der Fachkräftemangel trifft alle Kommunen, das ist hinlänglich bekannt. Aber das tröstet die Bonner Freibadfreunde vermutlich wenig. Zu unerfreulich sind die Erinnerungen an vergangene Jahre, wo immer wieder das eine oder andere Bad auch wegen Personalmangels nur noch verkürzte Öffnungszeiten anbieten konnte oder gar ganz schließen musste. Das ist vor allem für Kinder und Jugendliche, die mit ihren Familien etwa aus finanziellen Gründen nicht in Urlaub fahren können, besonders traurig. Zumal im Bonner Süd-Westen gar kein Freibad geöffnet ist, nachdem das Melbbad mitten im August 2020 nach einem Unwetter geschlossen wurde. Seither: Still ruht der See. Die Vision von Bäderamtschef Stefan Günther, das beliebte Freibad am Fuß des Venusbergs 2027 wiedereröffnen zu können, in allen Ehren. Allein es fehlt der Glaube.