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Jugendarbeit in Duisdorf: 10.000-Euro-Spende sichert die Arbeit des neuen Schülercafés

Jugendarbeit in Duisdorf : 10.000-Euro-Spende sichert die Arbeit des neuen Schülercafés

Die Arbeit des neuen Schülercafés im Jugendzentrum Sankt Martin in Duisdorf ist für die nächsten zwei Jahre gesichert. Dazu trägt eine Spende über 10.000 Euro der Stiftung der VR-Bank bei.

Die Idee ist schon gut zwei Jahre alt, der Testbetrieb lief ordentlich, aber derzeit ruht das neue Schülercafé coronabedingt, das das Jugendzentrum Sankt Martin eingerichtet hat. Wenn denn mal wieder Jugendliche in die Räume dürfen, können sie nach dem Unterricht ihre Hausaufgaben mit Betreuung machen, etwas essen und trinken oder einfach chillen. Dafür hat die Stiftung der VR-Bank Bonn der Einrichtung eine Spende über 10.000 Euro zukommen lassen.

Ein ähnliches Angebot gibt es bereits seit Jahren: Das Jugendzentrum betreut mittags Schüler der Margot-Barnard-Realschule mit gezielten Hilfestellungen bei den Hausaufgaben. Das läuft gut, und auch das neue Schülercafé startete vor der Pandemie erfolgreich: Da kamen laut Einrichtungsleiter Stephan Kemper im Schnitt mehr als 50 Jugendliche aus Duisdorf, Medinghoven und dem Brüser Berg, darunter auch einige, die die offene Jugendarbeit in Duisdorf vorher noch nicht kannten.

Jugendliche entscheiden, was sie machen

Das neue Angebot orientiert sich an den Bedürfnissen der jungen Leute unterschiedlicher Jahrgangsstufen. Sie können entscheiden, ob sie Hausaufgaben machen, spielen, sich unterhalten oder etwas anderes machen wollen. Wichtig für die Jugendlichen sei es auch, einen Ort zu haben, an dem sie Freunde aus anderen Stadtteilen und Schulen treffen können, betonte Jasmina Weinmann, Geschäftsführerin des gemeinnützigen Vereins Heimstatt Bonn, der seit der Gründung des Jugendzentrums 1983 als Träger fungiert.

Die dankte Ralph Unger, stellvertretender Vorsitzender des Stiftungsrates, der Bank, und Stiftungsvorstand Rainer Jenniches, die zur Spendenübergabe gekommen waren, für das Geld, mit dem das Angebot zumindest für die nächsten zwei Jahre auf sichere finanzielle Beine gestellt werden kann. „Die Möglichkeiten zur Unterstützung und Förderung von Kindern und Teenagern werden damit nachhaltig verbessert.“ Dem schloss sich Kemper an. Die finanzielle Förderung der Einrichtung durch Stadt und Land hinterlasse jährlich eine große fünfstellige Lücke.

Denn Einrichtungen dieser Art würden nur zu höchstens 85 Prozent gefördert, „und auch nur für anerkennungsfähige Angebote“ – das Jugendzentrum in der Heilsbachstraße kommt diesem Maximalwert Kemper zufolge relativ nahe. „Aber da fehlen immer noch 30.000 bis 40.000 Euro im Jahr.“ Diese Lücke müsse mit Spenden, aus Eigenmitteln, Projekten und zusätzlichen Maßnahmen geschlossen werden. Aber viele Einnahmen hatte das Jugendzentrum im vergangenen Jahr auch nicht, da viele Angebote und etwa Einnahmequellen wie das Derletalfest ausfielen.

Spende deckt Ausgaben für zwei Jahre

Die 10.000 Euro decken in etwa die Ausgaben für das Schülercafé für die nächsten zwei Jahre. Dann müssen Kemper und der Trägerverein sich nach neuen Geldgebern umsehen, um das Angebot ordentlich weiterführen zu können. Die Stiftung der VR-Bank „unterstützt seit vielen Jahren soziale und gesellschaftliche Anliegen im Geschäftsgebiet“, erklärte Jenniches. „Der Hauptfokus liegt auf Kinder- und Jugendprojekten.“ Da passte das Schülercafé ins Bild. Aber erstmal muss das Jugendzentrum wieder öffnen können. Derzeit wird im Derletal Frisbee-Golf angeboten, aber mehr geht laut Kemper nicht.