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Sporttag am Hardtberg-Gymnasium: Auf der Ringermatte außer Atem

Sporttag am Hardtberg-Gymnasium : Auf der Ringermatte außer Atem

Am Ende waren alle außer Atem, aber diese Übung auf der Ringermatte, die am Freitag beim ersten „Tag des Sports“ am Hardtberg-Gymnasium (HBG) angeboten wurde, machte den Jugendlichen viel Spaß.

Jeder hatte zwei Bänder in die Socken gesteckt und musste verhindern, dass der Gegner an sie herankam. Gleichzeitig galt es, dessen Bänder zu greifen. Die daraus entstehende Rangelei war für Ibrahim Mavua Kazai vom Turn- und Kraftsportverein Duisdorf ein wichtiger erster Schritt zum echten Ringen. Denn dabei geht es darum, den Gegner mit einem Griff von den Füßen zu holen.

Der Ringer machte gerne bei dieser Aktion mit, denn er erhofft sich davon auch, dass der eine oder andere auf den Geschmack kommt. „Wir haben große Nachwuchsprobleme beim Ringen“, so Kazai. In erster Linie ging es aber darum, den Gymnasiasten, die sich angemeldet hatten, einige Sportarten jenseits der „Klassiker“ wie Fußball und Leichtathletik zu präsentieren.

Trainer vom Verein Rot-Weiß Röttgen gaben Einblick in Volleyball und Zumba, auch der Badminton-Club Witterschlick stellte seinen Sport vor. Die Idee zu diesem Tag hatte Schülermutter und Schulpflegschaftsmitglied Dietgard Glatter beim Brainstorming für Veranstaltungen zum 50-jährigen HBG-Bestehen. Neben Musik- und Vortragsveranstaltungen, zu denen hauptsächlich die Eltern gingen, wollte sie etwas für die Schüler anbieten.

So kam diese Sportaktion in der Hardtberghalle zustande, zu der der Förderverein Getränke und Obst beisteuerte. Glatter ist Zumba-Instruktorin beim TKSV, ihr Sohn spielt beim BC Witterschlick – und so hatte sie diese Vereine schnell im Boot. Die Sportlehrerinnen Dorothee Becker und Uta Grothkass konnten Rot-Weiß gewinnen. Der Tag „könnte wiederholt werden“, heiß es. Auch als Werbung für die Vereine.

Der Sport sei einer der vier Schwerpunkte am Gymnasium neben dem bilingualen Zweig, Mint und der musisch-kulturellen Ausbildung, sagte Schulleiterin Inge Stauder. „Der Sport fördert nicht nur kognitive Fähigkeiten, sondern auch soziale und emotionale.“

Teamwork, Ausdauer, das Überwinden von Angst, Ausdauer und Kraft seien „Tugenden, die man für das ganze Leben braucht“. Deshalb sei es auch wichtig, dass vor- und nachmittags der Schulsport Priorität in der Nutzung der Hardtberghalle hat, so Stauder. Die Vereine können sie erst abends nutzen.