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EmPower: Auszeichnung für Klimaprojekt

EmPower : Auszeichnung für Klimaprojekt

UN Women Deutschland zeichnete im Universitätsclub in Bonn das Projekt "EmPower" aus. Das will nicht weniger als die Position der Frau zu stärken.

Der Bonner Verein UN Women Deutschland hat am Montagnachmittag das Projekt „EmPower“ ausgezeichnet, das sich in Bangladesch, Kambodscha und Vietnam erfolgreich für eine Stärkung der Führungsrolle von Frauen im Klimaschutz einsetzt. „Frauen sind von globalen Krisen und dem Klimawandel stärker betroffen als Männer. Dieses Projekt ermöglicht es ihnen, auch ihre Perspektive darzulegen“, erklärte Elke Fernen, Vorstandsvorsitzende von UN Deutschland.

Durch die Preisverleihung im Universitätsclub führte Ursula Sautter, Bürgermeisterin der Stadt Bonn und stellvertretende Vorsitzende von UN Deutschland. Die Bürgermeisterin würdigte nicht nur das ausgezeichnete Gleichstellungsprojekt, sondern spannte den Bogen von Geschlechtergleichheit zum Klimaschutz. „Frauen und Mädchen sind von Krisen immer stärker betroffen. Das gilt es aufzubrechen“, betonte Sautter.

Vor allem Frauen in ländlichen Gebieten leiden

Vor allem Frauen in ländlichen Gebieten leiden aufgrund sozialer Ungleichheiten besonders unter der Klimakrise. So arbeiten Frauen überwiegend in Klein- und Kleinstbetrieben, die besonders stark unter steigenden Energiepreisen leiden, aber weniger berücksichtigt werden. „Vielen Bäuerinnen in Entwicklungsländern wird die Existenzgrundlage weggenommen. Wir sehen nicht erst seit dem Klimawandel, dass sich bestehende Ungleichheiten in Krisenzeiten vertiefen. Daher ist es besonders wichtig, dass Frauen bei Klimaentscheidungen mit an den Tisch kommen und ihre Perspektiven mit einbauen können“, betonte Fernen.

Führungsrolle von Frauen wird gestärkt

Das ausgezeichnete UN Women Projekt „EmPower: Women for Climate Resilient“ setzt sich in Bangladesch, Kambodscha und Vietnam dafür ein, klimabezogene Entscheidungen und Investitionen geschlechtergerechter und menschenrechtsorientierter zu gestalten. Mithilfe des Projekts wird die Führungsrolle von Frauen im Klimaschutz und in der Zivilgesellschaft gestärkt. Auch die Förderung der Führungsrolle von Frauen in Regierungen wird hier fokussiert. Die Verbesserung der Koordinierung zwischen Gender- und Klimabehörden wird ebenfalls anvisiert.

UN Women Deutschland hat seit der Einführung des Preises im Jahr 1991 bereits mehr als 20 Organisationen und Projekte, die sich für Gleichstellung einsetzen, ausgezeichnet. Gefördert wird die in diesem Jahr mit einem Preisgeld von 20 000 Euro ausgestattete Auszeichnung von der Stiftung Apfelbaum.

Hauptsitz: New York City

UN Women ist die weltweit größte Frauenorganisation mit Hauptsitz in New York City. Insgesamt gibt es weltweit ein Dutzend Komitees von UN Women, die unabhängig voneinander arbeiten. Die Hauptgeschäftsstelle von UN Women Deutschland befindet sich in der Wittelsbacherstraße. Das Team der hauptamtlichen Mitarbeiter besteht am Bonner Standort aus acht Personen, bundesweit gehören UN Women Deutschland 1400 Mitglieder an. Aktuell unterstützt UN Women Deutschland insbesondere aus der Ukraine geflüchtete Frauen.

Stellvertretend für den Preisträger, ein in Asien sitzendes Komitee von UN Women, hatte Dagmar Schumacher, Direktorin des UN Women Büros in Brüssel, die Auszeichnung bei der Preisverleihung im Universitätsclub entgegen genommen.