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Wilhelmine-Lübke-Haus in Bonn: Bewohner und Mitarbeiter feiern das 40-jährige Bestehen

Wilhelmine-Lübke-Haus in Bonn : Bewohner und Mitarbeiter feiern das 40-jährige Bestehen

Die "Holly Hoppers" fuhren mit einem besonderen Auto beim Wilhelmine-Lübke-Haus vor: Ihr Ford 20 M TS Hardtop stammt aus dem Jahr 1970. Damit ist das Fahrzeug von Beate und Kai-Ingo Weule sogar noch älter als das Seniorenheim in Duisdorf.

Auch dieses stammt aus den 70ern: Am Samstag feierten Bewohner, Angestellte und Angehörige das 40-jährige Bestehen der Einrichtung.

Dementsprechend bot das Tanzpaar Weule unter anderem auch eine Revue, die die Besucher auf einen Streifzug durch die 70er Jahre mitnahm. "Jute statt Plastik", "Licht aus, Spot an", Wim Toelke, die Fußball-WM und der Zauberwürfel, dazu "Mit 66 Jahren fängt das Leben an" und "Wann wird's mal wieder richtig Sommer": Sie präsentierten eine Menge Dinge, die für die Bewohner des Altenheims mal zum Alltag gehört hatten. Die genossen jedenfalls sichtlich die Show und die Tanzeinlagen.

Ihnen wurde im Lauf des Samstags noch einiges mehr geboten: Es gab eine Samba-Brasiliana-Vorführung in der Heim-Cafeteria, Mitglieder der Circusschule Don Mehloni präsentierten eine Jonglage-Nummer, im Foyer wartete ein Eisfahrrad mit vier verschiedenen Sorten auf Kundschaft - das Eis gab es gratis.

"Wir haben uns aus den vergangenen Jahren die Highlights rausgesucht", sagte Rita Fellner, Leiterin des Sozialen Dienstes und seit 2000 in der Einrichtung tätig, die das Fest organisiert hatte. Das Eisfahrrad etwa habe man auch schon bei dem "Bella-Italia"-Sommerfest 2011 dort gehabt.

Das Wilhelmine-Lübke-Haus

Den ganzen Nachmittag über machte Stefan Pischl Musik. Unter anderem stimmte der Alleinunterhalter "99 Luftballons" an, als sich zum Ende der Feier viele Senioren und Besucher vor dem Haus versammelten: Dort ließen sie nicht 99, aber 40 bunte Luftballons steigen, an denen Karten mit der Adresse des Seniorenheims hingen.

Zum Abschluss sangen die Veranstalter "Lass die Sonne in dein Herz", und viele Gäste im Raum sangen oder klatschten mit. Für die Bewohner war das sicherlich ein besonderer Tag, und Hausleiter Marcus Klemm war sehr zufrieden.

Zum runden Geburtstag des Hauses kündigte er noch zwei Besonderheiten an: Am Duisdorfer Weinfest-Umzug wird sich auch die Einrichtung beteiligen, "und wir bringen auch ein Jubiläumsheft heraus". Darüber hinaus stehen Umbauarbeiten an, die "in den nächsten ein bis drei Jahren" umgesetzt würden. "Das Gebäude ist halt alt", so Klemm. Es müsse modernisiert werden.