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Haager Weg auf Venusberg: Bezirksvertretung gibt grünes Licht für Sanierung

Haager Weg auf Venusberg : Bezirksvertretung gibt grünes Licht für Sanierung

Einen Schlussstrich hat die Bezirksvertretung unter die Diskussion über die Sanierung des Haager Wegs gezogen: Ein Abschnitt soll für 450 000 Euro grunderneuert werden. Damit sind Anwohner mit ihrem Antrag gescheitert - und tragen die Hälfte der Kosten.

Einen Schlussstrich hat die Bezirksvertretung Bonn jetzt unter die Diskussion über die Sanierung des Haager Wegs gezogen. Fast zwei Jahre hat sich der Streit zwischen der Anwohner-Initiative und der Verwaltung hingezogen, in dem die Politik nach ihren Möglichkeiten zu vermitteln versuchte.

Anders als in umliegenden Straßenabschnitten erachtet die Verwaltung auf dem Haager Weg eine Grunderneuerung des Abschnitts zwischen Robert-Koch- und Sertürnerstraße für notwendig. Die Schäden seien so gravierend, dass eine Erneuerung der Deckschicht nicht genügen würde, hat ein Gutachten ergeben. „Der Oberbau ist nicht frostsicher, die Unterkonstruktion hält der Verkehrsbelastung nicht stand“, erläuterte eine Verwaltungsmitarbeiterin. Bei der Grunderneuerung werden die Anlieger nach Kommunalabgabengesetz an den Kosten beteiligt. Die Verwaltung veranschlagt 450 000 Euro; 50 Prozent sollen die Anlieger zahlen.

Mit mehreren Bürgeranträgen hat sich die Initiative gegen die Kostenaufteilung gewehrt. Wiederholt beantragte sie eine Vertagung, zunächst, um das Parkraumkonzept für den Venusberg oder ein Verkehrskonzept im Allgemeinen abzuwarten. Man erhoffte sich Klarheit über den Anteil des Durchgangsverkehrs. Ein Einwand war nämlich, dass der Haager Weg wegen des Durchgangsverkehrs zur Uniklinik und der hohen Busfrequenz stark beschädigt sei.

Und schließlich wurde eine Vertagung beantragt, um eine Entscheidung des Landtags abzuwarten. Der Bund der Steuerzahler hatte ein Petition zur Abschaffung der Beitragspflicht nach Kommunalabgabengesetz eingebracht. Die Hoffnung wurde enttäuscht. Es bleibt bei der Kostenumlegung, die bis zu 90 Prozent zu Lasten der Anlieger gehen kann. Der letzte Antrag argumentierte mit einer Ungleichbehandlung.

Am Beispiel der Meckenheimer Allee, wollte die Antragstellerin wissen, wieso dort trotz großer Schäden lediglich die Straßendecke saniert würde. Die Schäden an beiden Straßen seien durchaus vergleichbar, so die Verwaltung. Bei der Meckenheimer Allee gäbe es jedoch für die Straßenplanung andere – erhebliche – Probleme, wie etwa der alte Baumbestand, der erhalten werden soll.

Am Ende waren in der jüngsten Sitzung der Bonner Bezirksvertretung alle Argumente ausgetauscht; auch persönlicher Zoff fehlte nicht. So beschwerte sich die Antragstellerin, es könne keine Rede davon sein, dass die Anlieger „doch eigentlich ein Luxusproblem“ hätten. Einstimmig folgten die Mitglieder der Bezirksvertretung Bonn der Stellungnahme der Verwaltung dem Vorschlag und erklärten zugleich den Bürgerantrag zum Vorhaben inhaltlich als erledigt.