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Bonn-Duisdorf: Sanierungsarbeiten am Rathaus sind abgeschlossen

Positive Resonanz : Die Sanierungsarbeiten am Duisdorfer Rathaus sind abgeschlossen

Die Fassadensanierung des denkmalgeschützten Rathauses in Duisdorf wurde jetzt mit Verzögerung abgeschlossen. Positive Resonanz aus der Bürgerschaft ist zu vernehmen.

Das Rathaus an der Villemombler Straße hat einen neuen Anstrich. Wie die Stadtverwaltung auf GA-Nachfrage mitteilte, sind die Sanierungsarbeiten in der vergangenen Woche abgeschlossen worden. Den Duisdorfern gefällt der neue Look ihrer Bezirksverwaltungsstelle.

Von ihrer Boutique aus hat Brigitte Finette in der Rochusstraße einen direkten Blick auf das Duisdorfer Rathaus. Die Inhaberin freut sich über die kürzlich erfolgte Sanierung. „Mir gefällt es sehr gut, es ist ein viel schönerer Anblick als wie zuvor und es war sehr nötig, da das Gebäude ganz schön angegriffen war“, sagt die Duisdorferin. Nun strahlt die Fassade wieder bis zum Laden. „Man konnte Duisdorf ein bisschen verschönern“, befindet Finette. Ein Duisdorfer, der gerade die Ampelkreuzung zum Rathaus quert, waren die Veränderungen an der Außenfassade bislang nicht aufgefallen. „Es sieht gut aus“, sagt der Spaziergänger als er darauf angesprochen wird.

Wie berichtet, machte das denkmalgeschützte Repräsentationsgebäude zuletzt einen unansehnlichen Eindruck. Die Beseitigung von Rissen, schadhaften Putzflächen und die umfassende Sanierung des Erkers und des Balkons waren zwingend notwendig. Mit der Fassadensanierung wurde, laut der Stadtverwaltung, der Putz saniert und teilweise komplett erneuert. Außerdem wurden Malerarbeiten und Gerüststellung durchgeführt, Regenrinnen und Fallrohre Instand gesetzt und die Eingangstüren überarbeitet. Des Weiteren wurden circa 40 Fensteranlagen erneuert und die restlichen Fenster überarbeitet. Rund 600 000 Euro veranschlagte das Städtische Gebäudemanagement für die Maßnahme. Die Kosten sollen nun geringer ausfallen, wie Isabel Klotz von städtischem Presseamt auf Anfrage mitteilt. Einen konkreten Betrag nennt sie nicht.

Eigentlich sollte die im September 2020 gestartete Sanierung bis Dezember 2020 andauern. Wegen der niedrigen Temperaturen wurden die Arbeiten im Bereich Sockel und Söller, zur Villemombler Straße ausgerichtet, in den Wintermonaten unterbrochen und erst Ende März fortgeführt. Alle weiteren Sanierungsschritte seien bis Ende Dezember erfolgt, berichtet Klotz.

Hatten sich vor 50 Jahren die Verantwortlichen noch ohne viel Aufhebens für ein leuchtendes Weiß mit Schattierungen entschieden, kam das für die Mitarbeiter der Unteren Denkmalbehörde bei der Sanierung von Fassade und Fenstern jetzt nicht mehr infrage. Die neue Fassadengestaltung wurde in Anlehnung an historische Befunde erarbeitet.

Aufgebracht wurde ein abgemischter Creme-Grauton. Zudem sollten die Baukörper der verschiedenen Bauphasen in leichten Farbnuancen voneinander abgesetzt werden. Stuck, Gesimse und Brüstungen wurden stärker herausgearbeitet und die Fenster bekamen außen wieder die einstige dunkle Farbgebung.

Bislang war die längst fällige Sanierung am nicht vorhandenen Geld gescheitert. Seit mehr als zehn Jahren hatten die Bezirkspolitiker mit wachsendem Nachdruck eine Sanierung gefordert. 2016 wollten die Mitglieder der Bezirksvertretung Hardtberg sogar aus Mitteln des Gremiums 40 000 Euro zur Verfügung stellen, um die Sanierung an dem Gebäude wenigstens anzuschieben. Das Rathaus wurde im Laufe der Zeit mehrmals erweitert, nicht immer in Anlehnung an den vorherrschenden Baustil.