Evangelischer Pfarrer wird 100 Jahre alt Ein Optimist auf und neben der Kanzel

Medinghoven · Wolf Herrmann Federschmidt nimmt auch heute noch ab und zu seine Gitarre zur Hand. Zu seinem 100. Geburtstag empfängt er seine fünf Kinder nebst Partnerinnen und Partnern, seine zehn Enkel- und acht Urenkelkinder zu einer Bootsfahrt.

 Wolf Herrmann Federschmidt nimmt auch heute noch ab und zu seine Gitarre zur Hand. Hier spielt er für seine Betreuerin Serpil Ucar einige wohlklingende Akkorde.

Wolf Herrmann Federschmidt nimmt auch heute noch ab und zu seine Gitarre zur Hand. Hier spielt er für seine Betreuerin Serpil Ucar einige wohlklingende Akkorde.

Foto: Stefan Hermes

In Augenhöhe vor dem Schreibtisch im zweiten Stock seiner Wohnung am Europaring in Medinghoven hat Wolf Herrmann Federschmidt eine Magazinseite mit dem Bild von Benjamin Ferencz angepinnt, der im vergangenen Jahr im Alter von 103 Jahren verstorben ist. Der Jurist war bis dahin der letzte noch lebende Chefankläger bei den Nürnberger Kriegsverbrecher-Prozessen. Nicht nur mit seiner unerbittlichen Suche nach Gerechtigkeit, war Ferencz ein Vorbild für den evangelischen Pfarrer Federschmidt, sondern auch, weil der sich bis in sein hohes Alter mit täglichen Liegestützen fit gehalten hatte.