Jagen aus Liebe zur Natur So war das Jagdjahr im Kottenforst

Röttgen · Der Jagdpächter und -berater Lutz Schorn interessierte sich schon als Kind für die Natur und die Tiere, die darin leben. Heute ist er Hüter eines 240 Hektar großen Reviers im Kottenforst.

 Lutz Schorn begutachtet einen Hainbuchensprössling in einem seiner naturverjüngten Schutzgebiete.

Lutz Schorn begutachtet einen Hainbuchensprössling in einem seiner naturverjüngten Schutzgebiete.

Foto: Stefan Hermes

Schon auf die Frage, wann er sein letztes Reh geschossen habe, veranlasst Lutz Schorn zu dem Hinweis, dass nur den wenigsten bewusst sei, dass das Jagen nur etwa zehn Prozent seiner Aufgaben als Jagdpächter ausmacht. Gerade hat er die Pacht seines rund 240 Hektar großen Reviers im Kottenforst zwischen Lengsdorf und Röttgen um weitere 25 Jahre verlängern können. „Nur so kann ich für meine Naturschutzmaßnahmen auch eine Perspektive entwickeln“, sagt Schorn. Dass er das letzte Schmalreh, wie der Jäger das noch nicht gekalbte meist etwa einjährige weibliche Rehwild nennt, vor kaum mehr als zwei Wochen getötet hat, verbindet der Vorsitzende der Bonner Jägerschaft und städtische Jagdberater mit dem ergänzenden Nachsatz, dass es auch vorzüglich geschmeckt habe.