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Ärger über Trampelpfad: CDU fordert den Ausbau eines Gehweges in Duisdorf

Ärger über Trampelpfad : CDU fordert den Ausbau eines Gehweges in Duisdorf

Am Maarweg in Duisdorf müssen Passanten auf den Trampelpfad, wenn sie beispielsweise zur Haltestelle Helmholtzstraße wollen. Nun fordert die CDU einen Ausbau eines Gehweges.

Trampelpfade gehen meistens querfeldein – und zwar immer so, dass der Weg möglichst kurz ist. Ein solches Bild zeigt sich auch an der Kreuzung im Maarweg in Duisdorf unweit der dortigen Bahnhaltestelle. Denn dort gibt es keinen richtigen Gehweg, so dass die Passanten den Trampelpfad nutzen, um sicher und vor allem schnell zu ihrer Bahn zu gelangen.

Der Weg wird auch von vielen Schülerinnen und Schülern genutzt, die das benachbarte Helmholtz-Gymnasium oder die Berufsschule besuchen. Im Hinblick auf den geplanten Bau von weiteren Gebäuden am Behörden- und Ministerialstandort Rochusstraße werde die Bedeutung des Bahnhaltespunktes und vor allem die Zahl der Fahrgäste noch weiter steigen, schätzt CDU-Ratsherr Bert Moll. Deshalb fordert er einen Ausbau des Zugangs zum Bahnhaltepunkt. In der Vergangenheit hätten ihn immer wieder Bürgerinnen und Bürger auf die Situation vor Ort aufmerksam gemacht. „Derzeit ist das Fahrgastaufkommen natürlich durch die Corona-Krise nicht repräsentativ, das Problem besteht aber schon länger, weshalb wir die Verwaltung um eine Prüfung gebeten haben“, so Moll.

Zugang zur Haltestelle „Helmholtzstraße“ soll verbessert werden

Ende Januar hatten die Mitglieder der Bezirksvertretung Hardtberg den Antrag mit der Nummer 191092 beschlossen. Bert Moll hatte den Prüfauftrag zusammen mit der CDU-Bezirksfraktion eingebracht. „Eine Antwort haben wir seitens der Stadtverwaltung bislang noch nicht erhalten“, so Moll gegenüber dem GA. Geprüft werden soll unter anderem der Ausbau des Gehweges auf dem Maarweg in Richtung Duisdorf vor dem Zugang zum Bahnhaltepunkt Helmholtzstraße. Außerdem steht zu Prüfung, inwieweit die Kreuzung Maarweg/Helmholtzstraße im Hinblick auf größere Fahrfastzahlen, umgestaltet werden könnte. Dabei sollen die Voraussetzungen, Kosten und auch die möglichen Anliegerbeiträge überprüft werden. Nähere Informationen zu der Prüfung und wie weit diese fortgeschritten sind, konnte das städtische Presseamt dem GA am Mittwoch noch nicht geben.

„Da der Gehweg fehlt, nutzen viele Passanten einen Weg über das unbebaute Grundstück neben dem Zugang zum Bahnhaltepunkt, weil der Weg auf der Fahrbahn wegen des Verkehrs unsicher und überdies eine Abkürzung ist. Dieser Zustand ist auf Dauer nicht haltbar“, sagt Moll zum Trampelpfad. Die Stadt könne diesen Zustand nicht einfach in Kauf nehmen, so der Politiker. Die Verwaltung habe in diesem Fall eine Planungsverpflichtung, um eine Lösung für den Fußgängerweg vorzuschlagen – denn die Stadt könne nicht von einer dauerhaften Duldung des Grundstückseigentümers für den Trampelpfad ausgehen. Vor allem dann nicht, „wenn diese nicht vereinbart wurde und gegebenenfalls sogar im Grundbuch als Wegerecht gesichert sein sollte“, erklärt Bert Moll weiter.

Ist betreffendes Grundstück privat oder öffentlich?

Allerdings ist noch unsicher, ob es sich bei dem Grundstück auch tatsächlich um ein privates Grundstück handelt. Das müsse die Stadtverwaltung klären. Allerdings sagt Moll auch, dass es sein könnte, dass der Eigentümer den Trampelpfad toleriert, um so nicht an etwaigen Baukosten für einen Gehweg beteiligt zu werden.

Moll fordert über einen Ausbau des Wegenetzes hinaus auch eine Attraktivitätssteigerung für den Öffentlichen Personennahverkehr. Denn im Maarweg seien zwar keine Parkplätze für die Fahrgäste der Bahn vorgesehen, allerdings würde er eine Haltebucht für Autos sehr begrüßen. So könnte ein „komfortabler Zuweg zum Haltepunkt geschaffen werden“, so Moll.